Der Schwarzwolkenturm

Ein RPG der anderen Art. Sobald man den Thread betritt, ist man mitten drin.
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#16 Beitragvon Tilondrion » So 02 Sep, 2007 15:07

Der schwarze Drache betrachtete den Schwarzwolkenturm. Er konnte spüren dass hier einmal eine grosse Macht am Werke gewesen war. Er konnte auch spüren dass diese Macht besiegt worden war. Aber sie war nur besiegt nicht getötet worden. Er wusste das er um seine Ziele zu erreichen noch viel zu schwach war. Er hatte einen Anfang gemacht indem er den Drachenkörper übernommen hatte. Aber für seine Pläne brauchte er viel mehr als nur einen Drachenkörper auch wenn dieser stark war. Er musste möglichst viel Energie sammeln um den Spruch zu wirken den er wirken wollte. Eigentlich hätte es dazu die Kraft von vielen hundert Magiern gebraucht, aber der schwarze wusste wie er die Kräfte bündeln konnte so dass er den Zauberspruch alleine wirken könnte. Er hatte sowieso nie viel von Allianzen gehalten. Allianzen zerfielen und zerstritten sich. Ausserdem musste man Kompromisse eingehen und jeder verfolgte seine eigenen Ziele. Dieses mal würde es nicht so sein. Er wollte es alleine schaffen dann würde er alleine bestimmen was passieren sollte.
Das letzte Mal als er versuchte hatte Macht zu erlangen hatte er den Fehler begangen jemandem zu vertrauen. Dieser hatte ihn jedoch übertölpelt und getötet. Nur das Böse in Ihm hatte er genommen und in einen Stab gesperrt. Dann hatte er als Stab lange dienen müssen bis der Magier starb. Als er dann noch einmal auf eigene Faust versucht hatte Macht zu erlangen hatten ihn die Drachen bekämpft.
Ein bisschen Genugtuung stieg im schwarzen auf. Die Drachen hatten wohl gedacht er sei besiegt als sie den Stab zerstörten, aber er hatte sich als Stückchen des Stabes in einen der Drachen geschossen und diesen nun übernommen.
Dieses Mal würde er nicht den Fehler begehen und mit den Drachen kämpfen wenn er noch nicht stark genug ist. Er würde zuerst die Kräfte sammeln und seine Gegner dann alle mit einem Schlag aus der Welt schaffen.

Mit diesen Gedanken ging der Schwarze zum Schwarzwolkenturm riss die Tür auf und verschwand im Innern. Er würde das Böse im Schwarzwolkenturm aufsaugen und für seine Zwecke benutzen.

Etwas später tauchten in der Ferne Luarcis, Magan, Tarar und der Golemwaterstorm auf.
Etwas entfernt landeten sie vor dem Schwarzwolkenturm und beobachteten wartend ob sich der Turm irgendwie anders verhielt wie das letzte mal.
Waterstorm verlor als erster die Geduld.
"Ich werde da jetzt reingehen und mir meinen Körper zurückholen," sprach er. Er wollte gerade losgehen als die Wolken sich verdichteten und ein Blitz vor dem Tor einschlug. Abrupt blieb der Wasserdrache stehen.
"Vielleicht sollten wir doch lieber noch etwas abwarten bevor wir etwas unternehmen," sagte Waterstorm kleinlaut. Er fühlte sich sehr unwohl. Mit seinem echten Körper wäre er sofort in den Turm gegangen und hätte gekämpft, aber mit diesem Körper getraute er sich nicht. Er fühlte sich schwach und verletzlich. Er wusste zwar dass Magan den Körper so gut er konnte gemacht hatte, aber er wusste dass dieser Körper einem ausgewachsenen Drachen krass unterlegen war.
Ratlos schaute sich Waterstorm um. Er fühlte wie die Magie im Schwarzwolkenturm zusammengezogen wurde. Alle Energieströme schienen zu dem Turm zu fliessen.
"Wir müssen Ihn stoppen! Er zieht die ganze Magie der Umgebung im Schwarzwolkenturm zusammen. Wenn er es schafft diese Magie sich zueigen zu machen dann sinken unsere Chancen ihn zu besiegen gegen null." bemerkte Waterstorm nervös.
Aber wie sollten sie den Schwarzen stoppen? Bei der Magie konnte man nicht einfach ein Kabel durchschneiden umd sie floss nicht mehr. Es bräuchte einen Magieschild oder jemanden der die Magie vor dem Schwarzwolkenturm auffangen konnte. Einen Magieschild zu erzeugen würden sie kaum schaffen dafür waren sie zu schwach. Die Magie vor dem Schwarzwolkenturm abzufangen und in sich aufzunehmen war eine gefährliche Sache. Die Magie welche in den Turm floss war böse und wenn jemand diese aufnehmen würde und zu schwach wäre könnte die Magie ihn beeinflussen, übernehmen oder sogar zerstören.
Aber irgend etwas mussten sie doch tun!

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#17 Beitragvon Magan » Di 11 Sep, 2007 22:35

[OT: werde es morgen nochmal wegen der Rechtschreibung durchlesen]

hatte.Kommt von hier

Besorgt schaute Magan zum Schwarzwolkenturm. Tarar hatte ihm während des Fluges telepathisch erzählt, was geschehen war. So begriff Magan immer mehr was ihn der letzten Zeit vorgefallen war während er und Tarar getrennt waren. Magan war immer mehr erstaunt wie sehr sich Tarar verändert hatte. Er mochte zwar ihre ungestüme immer freundliche Art, doch diese passte oft einfach nicht in diese Welt. Auch Magan hatte sich verändert, das wusste er genau. Doch dies hatte er hauptsächlich, der dunklen Seele Grael zu verdanken. Sie hatte ihn selbstbewusster gemacht, doch aber auch misstrauischer. Magan kannte schon seit längerer Zeit einen Teil von Greals Lebensgeschichte doch vieles war so komplex, das sein Gehirn es nicht begriff.
Im Moment war er sowieso ziemlich Aufgeregt, was aber hauptsächlich an Grael lag. Seit dem er geholfen hatte Waterstorms Körper zu erschaffen, wofür Magan ihn noch dankbar war, den sonst wäre er schon Tod, spürte Magan eine immer größer werdende Erregung in sich. Erst dachte er, er bilde sich das ein und das würde von seiner Müdigkeit kommen. Doch nun begriff er das er Graels Gefühle spürte.
Was ist bloß los mit dir?, fragte Magan Grael nach einer weile, weil er Graels seltsame Gefühle nicht mehr aushielt. Ich spüre seine starke dunkle Macht, sagte Grael und beantwortete damit nicht wirklich Magans frage. Das verstehe ich nicht und wieso bist du dann so Aufgeregt?, hackte Magan noch mal nach. Er könnte Greal tief in seinen Geis knurren, beiden wussten das keiner vor dem Anderen seine Gedanken verbergen konnte und somit würde Magan gleich erfahren was mit Greal los war, den er würde ja unweigerlich daran denken müssen.
[color=#3300009]Na gut… Weißt du wie lange er her ist das ich einen wirklichen Gegner hatte? Dieses Wesen was Waterstorms Körper in besitz genommen hat ist unglaublich mächtig. Ich freue mich schon auf unseren Kampf und danach werde ich ihn zu meinem Diener machen[/color], gestand Grael wobei seine Gedankenstimme immer finsterer wurde.
Hej, Moment mal wer sagt eigentlich das ich dich raus lassen werde,sagte Magan bestürzt. Er konnte sich denken das die Begegnung der Beiden sicher bis zur Vernichtung des Anderen führen würde. Er kannte Gral gut genug und von Tarar hatte er ein paar unschöne dinge über den Stab erfahren, dessen Überbleibsel wohl nun Waterstorms Körper steuerte.
Er hörte Grael in sich auflachen. Es dämmerte ihn langsam warum Grael so sicher war, dass er Kämpfen würde. OHH ja du ahnst es schon, du hast keine Wahl. Ja die Drachenpanik ist es, die dich zwingt mich Kämpfen zu lassen, mein kleiner Chaosdrache (bei der Bezeichnung seiner Stufe unter den Jimadra knurrte Magan auf).Die Andern sind für die Drachenpanik zwar auch stark anfällig, doch da du zur Hälfte aus Energie bestehst bist du für solche Sachen ja noch anfälliger. Ich allerdings hab es bis zu einem wirklichen Energiedrachen geschafft und werde mit so was fertig. Vergiss nicht ich bin nicht so schwach wie du. Dir bleibt einfach keine andere Wahl.
Magan musste zugeben, auch wenn ihn Graels Worte doch sehr kränkten, das er recht hatte. Doch so war Grael nun mal, er war sehr direkt, aber auch sehr stark. Darum war es sicherlich möglich, dass Grael, gegen den „Überrest des Stabes“ eine gute Chance hatte. Doch wusste Magan auch das er immer noch die Hauptkontrolle über seinen Körper hatte und Grael zu einem gewissen Grad auch mal Befehle erteilen durfte. Aber Magan wusste auch das Grael in seinem Körper nicht seine ganze Macht zustand, den diese würde ihn Magans Seele und auch seinen Körper zerstören und das durfte Grael nicht zulassen. Er ärgerte sich immer noch nicht ganz von Magan besitz ergreifen zu können, denn dies verschaffte Magan einen großen Vorteil über ihn. Aber da Grael ja sowieso nicht wirklich vorhatte Magan zu übernehmen, sondern was anderes mit dem silbergrauen Drachen plante, war dieser nicht wirklich wütend darüber.
Mittlerweile waren sie gelandet und Magan sah Waterstorms vergeblichen Versuch bei einem Vorsturm zu. Vergiss nicht, das du in meinem Körper bist, ich werde immer ein Auge auf dich haben, also mach nichts dummes und ich verbiete es dir Waterstorms Körper zu zerstören. Hast du mich verstanden?, sagte Magan ihn von ihm selten benutzten befehlsgewohnten Ton.
Grael lächelte, das konnte Magan fühlen, denn immerhin würde er wieder einen Kampf bekommen, der ihn auch fördern würde. Abgemacht! Las uns tauschen. Ich bin gespannt war er zu bieten hat und wie sehr ich mich ansträngen muss, sagte Grael freudig.
Magan schloss die Augen. Wie schon so oft befand er sich in einem Bunten Raum ohne Wände und stand auf einer silbergrauen Plattform. Vor ihm sah er diesen spiegel, der ihm beim letzten mal so viel angst eingejagt hatte, doch mittlerweile kanne er ja Grael sehr gut und hatte keine Angst mehr vor ihm. Als er den Spiegel erreichte konnte er sehen wie sich die Augen beim Spiegelbild veränderten und schwarz wurden. Magans Fell wurde dunkler bis seine Fell Schwarz wurde und seine Musterung Silbern. Genau das selbe geschah in der Realität mit Magan. Vor nun an schaute Magan nur noch aus der zweiten Reihe zu und Grael steuerte seinen Körper. Bei seiner ersten Verwandlung, war Graels Energie so überwältigend und unfassbar, dass Magan einen Blackout hatte und sich nicht Erinnern konnte was er gemacht hatte, als er „besessen“ war. Nur an diesen seltsamen Spiegel erinnerte er sich immer wieder. Doch seit er von Grael wusste konnte sich Magan an mehr oder weniger alles erinnern was Grael in seinem früheren Leben gemacht hatte und was Magan in seinem besessenen Zustand gemacht hatte.
„Nun musst du dir was einfallen lassen Luarcis. Waterstorm ist durch den Golemkörper geschützt und ich habe auch eine Lösung gefunden“, sagte Grael. Er wusste das Luarcis ihn noch von seinem letzten Treffen her kennen müsste, auch wenn seit dem einiges passiert war, doch ihm war egal was er von ihm hielt. Solange Magan ihn vertraute brauchte er nichts weiter. Auch das Waterstorm ihn nicht kannte und schon seine Veränderung bemerkt hatte, war Grael egal. Luarcis würde ihn aufklären wenn Waterstrom wissen wollte was los war.
„Ich gehe schon mal los“, sagte Grael gleich darauf zu den andern und setzte sich in Bewegung ohne weiter auf sie zu achten. Er hielt sowieso nicht viel von Freundschaft.
Als er näher zum Turm kam, fingen die Blitze wieder an zu zucken und immer wieder traf ihn sogar ein Blitz. Doch da Magan ja schon selber ein Energiedrache war und dazu noch ein Luftdrache, machten ihn Blitze nichts aus. Sie luden seinen Körper nur mehr auf und dies konnte Grael gut gebrauchen.
Hej du wirst gefälligst Luarcis helfen, sagte Magan aufgebracht und Grael knurrte auf.
Ja ist ja gut ich helfe ihnen ja schon, sagte Grael verstimmt.
Grael konnte die Drachenpanik wie einen düsteren Nebel um sich herum sehen. Langsam begann sich Energie um seinen Körper aufzubauen und zu verändern bis sie diesen Nebel verdrängte. Mit einem Gedanken breitete Grael diesen neu erschaffenen Energieschild so aus, das er eine Schneise schlug und danach Luarcis umgab.
„Nun kommt schon, die Blitze werden alle auf mich umgeleitet, ich funktioniere zurzeit wie eine Art Magnet“, sagte Grael mürrisch zu den anderen, denn er war gar nicht zufrieden damit den anderen zu helfen.
Aus lauter Wut sprengte er die Tür anstatt sie nur aufzumachen.
Diesmal wartete Grael auf die anderen um nicht zu viel Energie wegen der Entfernung zwischen sich und Luarcis zu verlieren.
Als er in den Turm betrat musste er erstaunt feststellen, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte. Dies lag vor allem daran, dass sich hinter der Tür ein sehr langer Gang mit Hunderten von Türen befand, was eigentlich nicht möglich war den der Turm war nicht so lang. Als er sich umdrehte war das Loch in der Tür und sogar die eigentliche Tür verschwunden. Alle drei Drachen standen nun in einem Gang mit unendlich vielen Türen. Da Grael aber keine Möglichkeit sah diesen Zauber oder eher Illusion vorerst zu beenden mussten sie sich wohl oder übel da durch Kämpfen bis sie Waterstorms Körper fanden.
Einen Vorteil hatte das allerdings. Die Überreste des Stabes waren in dieser Illusion genau so gefangen wie sie es nun auch taten. Denn dieser Zauber war anders und viel mächtiger als die Energie, die Grael vom Waterstorms Körper wahrgenommen
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#18 Beitragvon Luarcis » Sa 20 Okt, 2007 19:02

Erschrocken sah Luarcis mit an, wie Waterstorm einfach vorstürmen wollte, aber er hatte keine Zeit, ihn aufzuhalten. Als der Blitz einschlug, erwartete er schon das Schlimmste, aber zum Glück traf er nur ins Leere und brachte den Wasserdrachen wieder zur Vernunft.
„Der Turm hat leider immer noch nichts von seiner dunklen Macht verloren, so einfach wird er uns sicher nicht Einlass gewähren!“, sprach Luarcis und schaute dann kritisch zum Turm.
Auch er spürte, wie sich die dunkle Energie langsam zusammenzog, sie waren auf jeden Fall am richtigen Ort, aber ihnen lief die Zeit davon, sie mussten den schwarzen Drachen aufhalten, bevor er noch stärker wurde. Ihm gingen die selben Gedanken durch den Kopf, wie Waterstorm. Es wäre sehr schwierig und vermutlich unmöglich gewesen, einen Energieschild aufzubauen, der schwarze Drache würde das sicher nicht zulassen und selbst wenn sie Erfolg hätten, würde er es immer wieder versuchen. Aber um soetwas zu bewerkstelligen, muss man die Magie, die man abblocken will, sehr genau kennen, aber diese dunkle Energie, die schon Jahrhunderte alt sein musste, war keinem von ihnen bekannt, es wäre ein Glücksspiel, wenn sie den richtigen Zauber finden würden, um sie abzuschirmen und auf Glück durften sie sich nicht verlassen. Und außerdem war die dunkle Magie wohl ohnehin zu stark, um sie komplett abblocken zu können. Aber sie in sich aufzunehmen wäre noch um einiges riskanter. Luarcis war ein Wesen des Lichts, stets darum bedacht, seine Kräfte nur für gute Zwecke einzusetzen. Aber diese schwarze Magie war dem Bösen entsprungen, wenn er versuchen würde, sie zu absorbieren würden sich sein Körper und seine Seele sicher dagegen wehren und lieber zu Grunde gehen, als diese Macht anzunehmen. Und selbst wenn es funktionieren würde, er wusste, dass in seinem tiefsten Inneren sein Schatten nur darauf wartete, einen Weg zu finden, die Kontrolle zu übernehmen und diese Macht würde ihm sicher sehr recht kommen. Wenn überhaupt könnte Luarcis wohl nur einen kleinen Teil der Energie des Turmes sicher verkraften, aber selbst das war riskant. Allerdings würden sie womöglich keine Wahl haben, alles war besser, als die Kraft einfach dem dunklen Waterstorm zu überlassen und der Watergolem wäre vermutlich auch nicht in der Lage, die Energie aufzunehmen. Sein Körper war schließlich nur künstlich erschaffen und hatte nicht einmal eine feste Form, wenn die Kraft zu stark war, könnte er vielleicht einfach davon vernichtet werden und Waterstorms Seele wäre endgültig verloren gewesen, dieses Risiko sollten sie wohl lieber nicht eingehen. Aber wer wusste schon, ob sie überhaupt eine Wahl haben würden, darüber zu entscheiden…
Doch plötzlich wurden seine Gedanken durch ein unheimliches Gefühl durchbrochen. Mit aufgerissenen Augen starrte er zu Magan, der sich vor seinen Augen veränderte. Er kannte diese Aura nur zu gut und er hatte gehofft, sie nie wieder spüren zu müssen. Sein Nackenkamm sträubte sich durch diesen unheimlichen Einfluss und Luarcis nahm zischend eine abwehrende Haltung ein, ihm gefiel ganz und gar nicht, was gerade passierte, erst recht nicht in diesem Moment. Als Grael schließlich zu sprechen begann, schnaubte er wütend auf.
„Duu! Muss es denn noch schlimmer kommen, als es ohnehin schon ist? „Eine Lösung“ nennst du das? Ich nenne es eine Katastrophe.“, knurrte er und schaute dann seufzend zum Turm herüber.
„Nun gut, als ob ich nun etwas daran ändern könnte, wir haben andere Probleme und vielleicht muss man ja wirklich Feuer mit Feuer bekämpfen, dunkle Magie mit dunkler Magie, auch wenn ich alles andere als glücklich darüber bin. Aber sei gewarnt, Grael, solltest du versuchen, uns zu hintergehen, werde ich dich sicher nicht einfach so walten lassen, ich lasse dich nicht aus den Augen!“, fügte er noch hinzu und sah dann mit an, wie Grael problemlos zum Turm vorstieß. Luarcis kannte Grael nur noch zu gut, verbittert erinnerte sich an ihr letztes Zusammentreffen. Damals wäre ihm sein dunkler Einfluss beinahe zum Verhängnis geworden, als Luarcis‘ Schatten fast erwacht war und sie letztlich um ein Haar beide vernichtet hätte, aber er würde nicht zulassen, dass derartiges je wieder passieren würde.
„Ich brauche deine Hilfe nicht!“, rief er schließlich schnaubend und ließ seine Aura aufflammen, bis sie sich in einem hellen Schein um seinen Körper legte. Letztlich war der Energiestrom um ihn herum so stark, dass er die Blitze wohl abgeleitet und im Boden hätte verpuffen lassen, doch da Grael schon dafür sorgte, dass sie ihn gar nicht erst erreichten, war das nicht nötig gewesen. Trotzdem tat Luarcis dies, er wollte Grael nicht die Genugtuung gönnen, dass er von ihm abhängig wäre. So schritt er mit zusammengekniffenen Augen und finsterer Miene auf den Turm zu und extra dicht an Grael vorbei. Er wusste, dass seine reine Lichtaura Grael sicher äußerst unangenehm war und er genoss es, als er ihn missmutig zischeln hörte.
Doch als er den Turm betrat und den fast endlosen Gang mit den zahllosen Türen erblickte, geriet seine Laune schnell wieder in den Keller. Grummelnd sah Luarcis sich um, aber er konnte nichts besonderes feststellen, die Illusion war einfach zu stark, auch als er die Augen schloss und versuchte, die Energieströme um ihn herum so zu ertasten, da Illusionen nur die Augen beeinflussten, kam er zu keinem wirklichen Schluss, zu verworren waren die Ströme, als dass er sie durchdringen konnte.
„Es wäre anders ja auch zu einfach gewesen… DU gehst vor!“, sprach er schließlich missmutig zu Grael und wartete, bis Waterstorm ebenfalls zu ihnen aufgeschlossen war.

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#19 Beitragvon Tilondrion » Fr 16 Nov, 2007 21:11

"Ich werde vorgehen" sprach Waterstorm gerade als Luarcis Grael vorschicken wollte. "Ich kann meinen Körper spüren. Trotz allem bin ich immer noch mit ihm verbunden. Ich weiss genau welchen Weg wir gehen müssen. Die Drachenangst macht mir ebenfalls nichts aus da sie von meinem eigenen Körper ausgeht und von dem habe ich keine Angst. Auch dann nicht wenn er vom Bösen besessen ist."
Langsam bewegte sich Die Truppe mit Waterstorm an der Spitze voran. Der Wasserdrache öffnete Tor um Tor. Jedes sah wieder ein bisschen anders aus und jeder Raum welchen sie wiederum erreichten sah düsterer aus als der vorherige. Mit der Zeit wurden die Räume auch kleiner so dass sie den Kopf einziehen mussten um hindurch zu gehen. Für Waterstorm war dies kein Problem da er ja nun der kleinste war. Aber Grael/Magan und Luarcis bekamen immer mehr Probleme. Kurz bevor sie am Ziel waren kam eine sehr leine Tür und ein langer Gang durch welche Luarcis und Grael/Magan nicht mehr hindurchpassten.
Entmutigt setzten sie sich so gut es eben noch ging auf den Boden. Für die beiden grossen Drachen musste es sehr ungemütlich gewesen sein. Dann meinte Waterstorm: "Wies aussieht werde ich alleine weitergehen müssen. Ihr passt beim besten willen nicht durch diesen Gang hindurch. Ich werde bis ans Ende dieses Ganges gehen und dann hindurchschauen. Ich werde den nächsten Raum nicht betreten sondern zuerst zu euch zurückkommen um die Lage zu besprechen."
Bevor ihn jemand aufhalten konnte ging der Wasserdrache durch das Tor. Er konnte die Böse Aura spüren. Er wusste das er ganz Nähe sein musste. Er wusste auch dass auf der anderen Seite sein Körper sein würde und dass er warscheinlich in einen Kampf verwickelt würde bevor er zurückkommen könnte.
Trotzdem hatte er sich entschieden weiterzugehen. Er konnte in diesem Körper nicht weiterleben. Er brauchte seinen Körper zurück um jeden Preis.
Nach einer kurzen Wanderung welche ihm jedoch wie eine Ewigkeit vorgekommen war stand der Wasserdrachengolem vor dem Tor. Das Tor war aus Metall. Es war silbern und hatte Blaue Verziehrungen was Waterstorm sehr an seinen eigenen Körper erinnerte.
Allerdings hatte das Tor kein schloss und er sah auch keine Möglichkeit wie das Tor sonst zu öffnen wäre.
Kurz überlegte er aufzugeben, dann aber liess er es draufankommen und ging einfach aufs Tor zu und hindurch als er es erreichte. Das nächste was er hörte war ein Schnauben und dann wurde er in die Luft gehoben und von seinem ehemals eigenem Mund verschluckt.
Das Tor hatte sich hinter ihm wieder geschlossen so dass niemand etwas davon mitbekommen hatte.

Kurze Zeit später kamen Waterstorms Sinne zurück. Er war wieder in seinem Körper. Er konnte zwar immer noch nichts tun, aber er war immerhin wieder in seinem eigenen Körper.
Allerdings hatte er auch seine Meinung geändert. Er würde nichts unternehmen um das zu ändern zu was sein Körper geworden war. Er fühlte sich stark und mächtig. Er würde sich mit dem Bösen in seinem Körper arrangieren. Inzwischen war es ihm egal was er dafür tun müsste. Er würde alles akzeptieren.

Hätte man den Seelenstein in Waterstorms Innern sehen können hätte man feststellen können das das Licht welches aus ihm herauskam nicht mehr nur weiss sondern zwischen durch auch schwarz leuchtete.

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#20 Beitragvon Magan » Mo 03 Dez, 2007 22:40

[OT: Ich habe es noch nicht korrekturgelesen, werde es machen wenn ich wieder zeit dazu habe]

Greal lachte, als er Waterstroms Worte hörte. Du kleiner Zwerg stellst dich aber ganz schön mutig an, dachte Grael belustigt bei sich. Wände stellten für ihn kein Problem dar, denn immerhin konnte selbst Magan mit einem gewissen Risiko dies bewerkstellen.
„Ich denke 65 % sollten hierbei vollkommen ausreichend sein“, sagte er mehr zu sich als zu Luarcis. Auf einmal erschienen seine Energieadern, doch diesmal leuchteten sie Grau (Magans höhste Stufe).
Das Leuchten verging sehr schnell, doch Magans Körper hatte sich verändert, seine Flügel waren nun stark durchsichtig und bunt. Sie erinnerten nun noch stärker an die Flügel eines Traumdrachen. Auch ein Teil von Magans Fell, hauptsächlich die Flanken, hatte sich verändert und nun erschien es eine Art Mischung zwischen Seetang und Feuer zu sein.

Zufrieden mit seinem aussehen begann Grael einfach so auf die Engstelle zuzugehen. Doch anstatt, dagegen zustoßen glitt er nun einfach durch die Wände, als ob diese nicht da wäre.
„Na kleiner, da staunst du was?“, sagte er höhnisch zu Luarcis und wurde daraufhin von Magan angeknurrt, „Hättest wohl so was nicht erwartet was?“.
Da Grael seinen bzw. Magans Körper in seine Energieform umgewandelt hatte, stellten Wände nun für ihn kein wirkliches Hindernis dar, sie verlangsamten ihn nur. Dennoch war es beinahe unmöglich wirklich durch Wände zu gehen.

Magan war unzufrieden. Grael schien seinen Körper mittlerweile immer besser zu kennen und das machte ihn doch gewisse Angst. Doch wenigstens kamen sie voran. Er hoffte nur, dass Grael nicht alle gegen sich aufbrachte. Vielleicht konnte er dann nichts mehr retten.

Grael erreichte diese seltsame Tür zu spät, dummerweise war eine Starke Energiebarriere zwischen ihnen, so konnte er weder durch diese Tür durch, da sie doppelt geschützt war, noch konnte er mit seinem magischen Blick durch diese Tür sehen. Doch im Grunde brauchte er das auch nicht zu wissen, es interessierte ihn auch weniger.
Allerdings hatte er nun eine Idee. Er war schon so lange nicht mehr frei, dass er es nun gerne ausleben wollte. Nach einer kurzen gedanklichen Unterredung mit Magan, wobei dieser wegen Graels Argumenten schließlich nachgab, verschoben sich die kleinen Platten an Magans Schwanzspitze, bis ein „roter Dolch“ aus seiner Schwanzspitze entstand.
Mit ein paar flinken Bewegungen Zeichnete Grael ein Pentagramm einer Wand und sprach einen sehr komplizierten Zauber, den Magan schon nach der dritten Zeile nicht mehr folgen konnte. Die Wand hinter dem Pentagramm begann in sich zusammenzufallen und gab das Bild auf einen farbenfrohen wirbelnden Tunnel frei.
Magan musste zugeben, dass Graels Kenntnisse der Beschwörungsmagie, denen vieler Drachen auf Morlen weit überstiegen. Doch was auch immer er rief, es war nicht sehr stark, denn für starke Wesen benötigte man Seelenenergie und einen Tropfen Blutt.
Mit donnernder Stimme rief er den Namen XARON, woraufhin sich sofort ein schwarzer Nebel in dem farbenfrohen Portal bildete. Dieser Nebel kam eindeutig näher und war schon bald aus dem Portal getreten. Das Portal flackerte nun und das Pentagramm erlosch, an der Stelle des Portals, war nun wieder eine Wand getreten.
Grael musterte Xaron und spürte, dass die Macht des Dämons noch gestiegen war. In seinen geschwächten Zustand, war dieser kleine Dämon, das Vertrauenswürdigste, was er rufen konnte.
„Xaron, alter Gefährte, nimm feste Form an“, sagte Grael die rituellen Worte, worauf sich der Nebel verdichtete und rötlicher wurde, bis eine Art Mischung zwischen nacktem, roten Hund und Bär vor ihm stand. Das Wesen schaute Grael mit gelb glühenden Augen an und zeigte seine Spitzen Zähne.
„Also hatte es wirklich geklappt, wie ich sehe und dein Plan ging in Erfüllung. Nun aber gleich zum Geschäft, was willst du?“, sage der Dämon im formellen Ton. Grael musste lächeln, dieses Wesen kam gleich zum Geschäft, von allen Dämonen vertraute, soweit man von Vertrauen reden konnte, er diesen Dämon am meisten.

Auch Magan verfolgte dem Gespräch der beiden mit großem Interesse, auch wenn er nicht Begriff um was es ging. Doch auf einmal Zuckte sein Geist zusammen. Während der extase hatte Grael seine Flügel immer weiter geöffnet und immer mehr in die Wand gefahren. Doch dabei stieß sein energetischer Flügel gegen irgendeine Energie. Es war zu kurz, damit Magan es erkennen konnte, doch Grael hatte es erkannt. Magan konnte sein Erstaunen und gleich darauf eine finstere Freude spüren. Etwas Energie ging von seinen Flügeln aus, doch es schien nichts Besonderes und Grael blockierte seine Gedanken.

„Breche bitte die Tür auf Xaron“, sagte Grael übertrieben freundlich. Xaron wurde mit seinem wahren Namen gerufen und er war nun an Grael gebunden, solange es Grael wollte. Er war nicht Graels Freund, sondern nur sein Diener, doch Grael liebe es alle um sich herum zu verwirren.
Die Kraft mit der der Dämon gegen die Tür sprang war unglaublich, doch die Tür flog nicht heraus, sondern löste sich langsam auf, als ob sie mit starker Säure besprüht wurde. Der Dämon verschwand dahinter dicht gefolgt von Grael.

Als Grael den dahinter liegenden Raum betrat und die Situation da überblickte, wobei er Waterstorms Seele und seinen Seelenstein im Gegensatz zu Magan spüren konnte, musste er wieder Lachen.
„Also warst du doch zu voreilig Waterstorm und hast verloren“, sagte er laut, „Wer bist du und was möchtest du?“ Er schaute den anderen Drachen an.
„Weißt du, du hast nicht nur Waterstroms Seele verschluckt sondern auch seinen Golemkörper. Das war dumm, sehr dumm, denn der Golemkörper bestand auch aus meiner Energie“, sagte Grael und bei diesen Worten begann sich der Körper des anderen Drachens Schwarz zu verfärben.
Greal beobachtete, wie sich Waterstorms früherer Körper langsam aufzulösen begann und sagte: „Auf dem Planeten wo Magan herkommt gibt es eine Drachenrasse, die sich stark mit Wissenschaft auskennt. Sie hat kleinste Lebewesen entdeckt, die auch manchmal für Krankheiten sorgen. Doch sie entdeckte auch, dass es solche Lebewesen aus reinster Energie gibt, diese sorgen nur für verschiedene Gefühle und Gefühle sind schlimmer als jede Krankheit, wenn diese stark konzentriert sind lösen sie den Körper einfach auf wie du siehst. ALSO KÄMPFE MIT MIR!!!“
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#21 Beitragvon Luarcis » So 16 Dez, 2007 18:13

Luarcis konnte nichts dagegen sagen, als Waterstorm einfach in dem schmalen Gang verschwand, um voraus zu schauen. Er wusste, dass seine Worte wahr waren, er und Grael konnten ihm nicht einfach folgen, sie hatten in ihrem Gang ohnehin schon kaum mehr Platz für sich. Aber es missfiel ihm sehr und er ahnte schon Schlimmes, schließlich war Waterstorm in seinem Zustand momentan wohl der Schwächste von ihnen und es war wohl dazu auch noch gerade er, auf den es sein Böses Selbst abgesehen hatte, denn solange er existierte, gab es immer noch die Gefahr, dass er und seine Freunde noch einen Weg finden würden, um seine gute Seele wieder an ihren rechtmäßigen Platz zu bringen. Doch es war zu spät und so konnte Luarcis nur hilflos mit ansehen, wie er in der Tiefe des Ganges verschwand und an die Tür gelangte, die sich am Ende befand. Und plötzlich war der Wassergolem verschwunden und man konnte nur noch das Klicken des zuschnappenden Schlosses hören. Der Walddrache versuchte, seinem Freund in Gedanken zu folgen, was wegen den vielen verwirrenden Energien in diesem Turm nicht einfach war, aber die Bande war zwischen den alten Freunden stark und so gelang es ihm. Aber mit einem Mal brach die Verbindung ab, als sich Dunkelheit um sein geistiges Auge legte, Luarcis wusste, was geschehen war und er senkte gleichsam traurig und zornig seinen Blick, sie hatten versagt, die böse Macht, die seinen Körper befahl, hatte Waterstorm wohl entweder mit einem Schlag vernichtet, oder aber in sich aufgenommen, was Luarcis zwar hoffte, aber ihn dennoch nicht gerade glücklich stimmte, denn Waterstorm war sicher zu schwach, um den geistigen Kampf gegen seinen inneren Dämon zu gewinnen, immerhin hatte er es schon einmal getan.
Zornig über sich selbst, dass er einfach zugelassen hatte, dass Waterstorm allein voraus gegangen war, blickte er zu Grael, der gerade seine Energie entfachte und durchsichtig wurde, so dass es ihm keine Mühe mehr bereitete, durch den schmalen Gang zu gelangen. Knurrend über seine abfällige Bemerkung schaute er dem Schattenwesen nach, doch er konnte ihm immer noch nicht folgen. Er würde es aber auch nicht zulassen, also überlegte er fieberhaft, wie er es schaffen könnte.
Er konnte sich ja, genau wie Waterstorm, was er von ihren früheren Erlebnissen wusste, in bedingten Maße in einen Menschen verwandeln, wenn auch längst nicht perfekt, so dass er sich stets verbergen und im Zwielicht halten musste. Doch hier musste er schließlich niemanden täuschen, es kam ihm nur auf die geringere Größe an. Aber so eine Transformation kostete ihn eine Unmenge an Energie, die er dann für einen sicheren Kampf nicht mehr hätte, außerdem wäre er in seiner humanoiden Gestalt viel verwundbarer. Zudem musste er sich dafür sehr stark konzentrieren und brauchte Platz, um seinen Körper auszustrecken und anzuspannen, was ihm an diesem Ort kaum möglich war. Als er Grael nachsah, wie dieser in seiner geisterhaften Form durch die Wände bewegte, dachte er daran, dass auch er in gewissem Maße dazu fähig war. Er hatte gelernt, Materie zu beeinflussen und bei Bedarf auch so zu verändern, dass er etwa durch eine Tür hindurch gleiten konnte, weil er sie quasi verflüssigt und verformbar gemacht hatte. Doch es kam immer darauf an, wie dick und dicht die Barriere war, die er durchschreiten wollte und es kostete ihn ebenfalls sehr viel Kraft, das zu bewerkstelligen. Außerdem konnte er auch im günstigsten Falle diesen Zustand nur ein paar Sekunden aufrecht erhalten, wenn er dann nicht hindurch war, würde er unweigerlich mit der Wand verschmelzen. Es war eine sehr gefährliche Fähigkeit, die nur im äußersten Notfall eingesetzt werden durfte und Luarcis sah keine Aussicht auf Erfolg. Massiven Stein durchdringen zu wollen war wohl das denkbar schlimmste Szenario, außerdem war es ein langer Gang und nicht einfach nur eine dünne Wand, er würde seine Konzentration wohl kaum lang genug aufrecht erhalten können. Und außerdem war es kein normaler Stein, die ganzen Wände waren von der seltsamen und bösen Energie dieses Ortes durchsetzt, womöglich wäre es ihm überhaupt nicht möglich gewesen, sie zu durchdringen.
Doch als er mit ansah, wie Grael zu allem Unglück auch noch einen Dämon herauf beschwor, der die Tür am Ende des Ganges aufsprengte, musste Luarcis handeln, ihm waren schon viel zu viele dunkle Kreaturen an diesem Ort, zu viele seiner Freunde von einer bösen Macht besessen, alles schien ihm zu entgleiten und er fühlte sich einfach nur hilflos und schwach. Seine Wut über sich selbst und seine Unfähigkeit schwoll an, er legte seine Vorderpranken an die Seiten des schmalen Durchganges und knurrte einfach nur für sich selbst auf, als er daran dachte, wie Waterstorm vor ein paar Sekunden noch auf Nimmerwiedersehen durch ihn verschwunden war. Er durfte jetzt nicht aufgeben, seine Freunde brauchten ihn, ohne seine Hilfe würden sie es nie schaffen, er war der einzige, der noch nicht von einer dunklen Macht besessen war, er konnte nicht mit ansehen, wie sich die Anderen womöglich noch alle miteinander verschworen und eine neue Welle der Dunkelheit über das Land brechen würde, dann wäre ihr ganzer Kampf gegen den Stab umsonst gewesen, die Suche nach diesen ominösen Schwertern, von denen die alte Frau erzählt hatte, könnte niemals beginnen und das Zeitalter des Friedens, das sie damit einläuten könnten, niemals Wirklichkeit werden.
Nein, so darf es nicht enden!, rief er zu sich in Gedanken und spürte, wie sich durch seine Entschlossenheit neue Kraft in ihm ausbreitete. Er hatte mit seinen Freunden so viel durchgestanden, um endlich in Ruhe und Frieden leben zu können, nun würde er sicher nicht einfach aufgeben, koste es, was es wolle! Wieder knurrte er auf und mobilisierte seine Kraft.
Seine Augen begannen bläulich zu leuchten, genau wie der Rest seines Körpers, als seine Aura aufflackerte. Energisch rammte er seine Klauen rechts und links in die Wand, schloss die Augen und sah vor seinem geistigen Auge, wie seine Energie wie Fäden von seinen Klauen her immer weiter in die Wand vordrang und sich mit der chaotischen, rötlich schimmernden Energie des Schwarzwolkenturmes verband, bis um ihn herum vor Magans Energiesicht wohl alles in einem hellen Blau-Weiß erstrahlte.
Lass…mich….durch!“, brüllte er in Gedanken den Turm an und krallte sich richtig in die Mauer, so dass ein wenig Stein davon abbröckelte. Und schließlich gaben die dunklen Energieströme nach, schienen sich zu ordnen und letztlich vor ihm zurück zu weichen, was sich darin äußerte, dass auch der Gang vor ihm sich verbreiterte und die Wände zur Seite wichen.
Langsam ließ er sich wieder auf die Beine sinken, öffnete seine immer noch leuchtenden Augen und schritt nun mühelos durch den Gang auf Grael zu, der gerade im Stande war, durch die aufgesprengte Tür zu gehen. Luarcis sagte kein Wort, als er ihn erreichte, aber er bedeutete ihm mit einem Aufflackern seiner Augen, dass er voraus gehen sollte, die Miene zu grimmiger Entschlossenheit geformt, vor dem, was sie im nächsten Raum erwarten sollte…
Und dann sah er ihn, den dunklen Wasserdrachen, dessen Schuppen sich schon komplett rot-schwarz gefärbt hatten. Er war immer noch von dieser düsteren Aura umgeben, doch Luarcis eigene Aura hielt sie von ihm fern, er hatte keine Angst, dafür war seine Entschlossenheit zu groß, er wusste, was auf dem Spiel stand und er würde sich sicher nicht von dieser Drachenpanik vereinnahmen lassen, zu viel hängte davon ab, zu viel konnte er verlieren…
Als er ihn weiter musterte, fiel ihm ebenfalls auf, dass zwischen der dunklen Aura immer noch ein schwacher Schimmer zu sehen war, er spürte Waterstorms Seele immer noch und da er nirgends die Überreste seines Golems erblicken konnte, wusste er, dass seine zweite Vermutung richtig war, er war also zumindest noch nicht vollständig verloren, wenn er auch wohl nicht mehr lange durchhalten würde, bevor ihn die Dunkelheit vollständig verschlang und vereinnahmte…
Er hörte mit an, was Grael sprach und sah auch schnell, dass er recht hatte, der Golem, den der dunkle Wasserdrache einfach verschlungen hatte, war durch Magie erschaffen worden und vollständig durchsetzt gewesen, sie breitete sich nun in seinem Inneren wie ein Gift aus, doch was für Auswirkungen das haben würde, war ihm nicht klar, doch er würde es wohl bald erfahren, als Grael ihren Gegner zum Kampf herausforderte…

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#22 Beitragvon Tilondrion » Sa 05 Jan, 2008 15:45

Die Tür zersplitterte in tausend Stücke und Grael trat ein. Kurz sah man auch noch den Dämon Xaron welcher sich jedoch kurz nachdem Grael eingetreten war in Luft auflöste.
Waterstorm drehte sich um und sah Grael an. Zorn flammte in ihm auf als ihn dieser verspottete. Er wollte gerade seine Magie mobilisieren als sich in ihm ein höllischer Schmerz breitmachte. Es fühlte sich so an als würde er langsam von innen aufgefressen.
Genau zur gleichen Zeit hatte Grael ihm auch die Erklärung für diese Schmerzen geliefert.
Die Augen von Waterstorm wurden noch röter und trotz den Schmerzen mobilisierte er seine Energie und erschuf einen grossen schwarzen Feuerball. Er freute sich an der Magie welche seinen Körper durchströmte und ihm die Macht geben würde Grael zu töten. Er zapfte für diesen Feuerball die Magie des Schwarzwolkenturms an, welche er vorhin in sich aufgenommen hatte.
Mit Befriedigung sah er wie Grael zurückzuckte. Er schien zu wissen dass dieser Feuerball ihn zu einem Häufchen Asche verbrennen würde wenn Waterstorm sich dafür entscheiden würde ihn anzuwenden.
Wütend sprach der schwarze Wasserdrache: "Leg die NIE mit jemandem an der stärker ist als du. Und nun gib mir einen guten Grund warum ich dich nicht zur Hölle fahren lassen sollte nachdem ich wegen Dir diese Schmerzen habe!"
"Lass uns einen Handel machen," entgegnete Grael kühl, jedoch lag in seiner Stimme ein Flackern welches zeigte dass er doch etwas Angst vor dem schwarzen Wasserdrache hatte, auch wenn er es nicht offen zeigen wollte.
"Das würde mich nun aber interessieren was für einen Handel du anzubieten hast," donnerte der Schwarze den schwarzen Feuerball immer noch zwischen seinen beiden Pranken haltend.
"Ich befreie dich von den Schmerzen und du ergibst dich," sprach Grael ruhig.
"Muhahahaha! Ergeben? Nie im Leben! Vorher töte ich dich und deinen Kumpel den Weissen und gehe dann an deinem Virus zugrunde.
Aber ich habe einen anderen Vorschlag.
Du nimmst dieses Virus von mir, und ich werde dich nicht töten und zusätzlich biete ich Dir auch noch an dich mit mir zu verbünden, denn ich spüre dass du dagegen nicht unbedingt abgeneigt bist. Aber nimm dich in Acht wenn du mich zu sehr nervst dann kenne ich Mittel und Wege Dir die Hölle auf Erden zu bereiten. Und glaub ja nicht dass du mit deiner kümmerlichen Menge an Magie die Magie dieses Turms, die meine und die des blauen Wasserdrachen besiegen kannst. Denn ich habe diese Kräfte alle miteinander vereint!
Nun was meinst du dazu? Entscheide dich schnell, denn ich könnte mein Angebot sofort wieder zurückziehen."
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#23 Beitragvon Magan » So 06 Jan, 2008 20:33

[ooc: kann noch geändert werden wenn es sein muss]

Greal spürte wie die Energie des Dämons versiegte. Doch das war ihm egal. Er hatte nicht damit gerechnet das Xaron viel länger in dieser Welt überstehen könnte. Nicht nach dem Energieeinsatz. Auch wenn es leicht aussah, die Tür zu zerstören, so musste der Dämon auch schon ohne diesen Energiewand viel Kraft einsetzen, um ihn dieser Welt existent zu bleiben.

Seit dem Greal aufgetaucht war Tarar sehr ruhig geworden. Sie hatte sich im Hindergrund gehalten, denn das war ihre Pflicht, wenn so was mit Magan geschah. Dennoch behielt sie die Anderen im Auge, auch wenn sie nicht wusste das wie tun könnte. Doch nun spürte sie, dass sich einer Veränderung anbahnte, etwas was sie sehr erschreckte. Doch sie konnte nicht genau sagen was, sie wusste nicht mal was sie dagegen unternehmen sollte.

Magan war dieser Turm nie geheuer gewesen und er bereute es sehr Grael die Kontrolle überlassen zu haben. Seit sie den Turm betraten, spürte er wie sein Körper mehr und mehr seiner Kontrolle entglitt. Das Gefühl wurde umso stärker, je mehr eigene Kraft Grael benutzte. Doch als sie dem finsteren Wasserdrachen entgegen stranden und er seinen schwarzen Feuerball heraufbeschwor verlor Magan ganz die Kontrolle. Er konnte nun nicht mal mehr hören was Grael sage oder dachte.

Grael erschrak wirklich vor der gewaltigen Energie, die er vorher nur erahnen konnte und er hasste sich dafür diese Schwäche so offen gezeigt zu haben. Doch er spürte auch auf einmal Magan nicht mehr, was ihn positiv überraschte. Er hatte seit langem zum ersten Mal das Gefühl, wieder wirklich einen Körper zu haben.
Doch seine Freude blieb nicht lange, als er begriff was ihn dieser Wasserdrache vorschlug. Er hasste Partnerschaften, denn sie waren einfach viel zu ähnlich mit Freundschaften, die er noch mehr hasste. Doch die Entscheidung lag bei ihm. Sterben konnte er ja nicht, immerhin war er sowieso schon so was Ähnliches wie Tod, doch wenn dieser Körper vernichtet werden würde, so würde auch er sich einfach im nichts auflösen, denn er würde kein Gefäß mehr haben.
Mit dem größten Widerwillen den er aufbringen konnte, schaute er dem Wasserdrachen direkt in die Augen.
„Viel Möglichkeiten habe ich nicht. Ich hasse Partnerschaften bis aufs äußerste. Doch mir bleibt wohl keine große Wahl, wenn ich weiter exstieren will“, sage er missmutig.
Er schaute sich nach Luarcis und nach Tarar, die hinter Luarcis aus dem Schatten getreten war, um. Er wollte sich überzeugen, dass die beiden noch nichts gemacht hatten. bevor er dem finsteren Wasserdrachen dann seine endgültige Antwort gab: „Na gut, dann sind wir eben Partner für eine weile, aber ich werde mir nichts von dir gefallen lassen. Da kannst du drohen so viel du willst. Allerdings musst du mir noch mit einem kleinen Problem helfen und zwar geht es um die kleine gute Seele die in mir schlummert. Deine Energien wirken sich schlecht auf ihn aus, du musst ihn versiegeln oder zerstören, damit ich ruhe von ihm habe. Kannst du das?“. Dann löste er den Vieruszauber auf, indem er die Energien des Golemsteins gegen sich selber richtete und ihn damit zerstörte.
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#24 Beitragvon Luarcis » Mi 06 Feb, 2008 16:53

Luarcis sah mit einem kurzen Anflug von Freude mit an, wie sich der kleine Dämon, den Grael heraufbeschworen hatte, in Luft auflöste. Aber es war nur eine kurze Genugtuung, angesichts des Anblickes, der sich ihm hinter der aufgebrochenen Tür bot. Waterstorms Körper, oder vielmehr das, was von ihm übrig geblieben war, bot einen erschreckenden Anblick. Von seinem einstigen Freund war praktisch nichts mehr übrig geblieben, seine ehemals blauen Schuppen hatten nun schon eine schwarze, faulige Farbe angenommen und seine Aura war durch und durch von kalter, böswilliger Energie durchsetzt, die vertraute Kraft von Waterstorms guter Seele immer mehr in diesem erdrückenden Meer aus dunkler Macht seines Schattens und der des Turmes verschwindend…
Als der dunkle Water schließlich seine Energiekugel heraufbeschwor und auf Grael richtete, war Luarcis wie gelähmt, er wusste nicht, was er tun sollte und fühlte sich mit einem Mal so vollkommen hilf- und nutzlos, so dass er nur zitternd das Gespräch zwischen Grael und dem Schatten mit verfolgen konnte. Mit einem stummen Blick der Verzweiflung sah er zu Grael, aus dessen Aura nun auch vollkommen die von Magan verschwunden war, die er vorher wenigstens noch wage hatte spüren können. Nun war er wirklich allein, allein in einem dunklen Turm mit zwei durch und durch vom Bösen besessenen Drachen, die einst seine Freunde waren und die nun nichts anderes im Sinn hatten, als sich gegenseitig zu vernichten und am besten noch den halben Berg samt Turm um sich herum.
Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf und doch war er innerlich irgendwie vollkommen leer, es gab nichts, was er hätte tun können, einen Kampf mit Beiden würde er erst recht nicht überleben, er hasste sich dafür, dass er zu schwach war und das alles zugelassen hatte, aber nun war es zu spät. So konnte der Weiße nur stumm mit anhören, was die Beiden beredeten und er erschauerte noch mehr, als sie tatsächlich ein Bündnis eingehen wollten, indem Grael dafür sorgte, dass er den Virus und damit das Einzige, was sie gegen den dunklen Waterstorm in der Hand hatten, ausschaltete und dieser ihm dafür helfen sollte, Magans Einfluss auf Grael ein für alle mal zu unterbinden.
Luarcis schüttelte verzweifelt den Kopf, aber wusste nichts, was er erwidern sollte, das Bündnis stand fest, er konnte dagegen nichts mehr tun. Plötzlich spürte er in dieser ganzen Dunkelheit ein vertrautes Gefühl, eine helle Aura, die gerade hinter ihm erschienen war. Er drehte den Kopf und sah in Tarars Augen, die stumm aus dem Schatten heraus auf die Szene blickte. Er konnte kaum sagen, wie glücklich er darüber war, sie gerade jetzt zu sehen, aber schon einen Moment später wurde er wieder von der Realität eingeholt. Mit flehendem Blick starrte er wortlos zu ihr herüber, er ahnte, dass sie wohl ohnehin schon längst alles wusste, was geschehen war und in seinem Blick lag nur ein Ausdruck: Hilf mir!...
Doch dann drehte er sich wieder zu den Anderen um und blickte zitternd in die Runde, aber sein Blick war schon unklar und verschwommen, so dass er nicht mehr genau erkannte, wie Grael und Waterstorm sich mit einem argwöhnischen, aber hämischen Grinsen ansahen. Luarcis‘ Aura war nur noch undeutlich und flackerte, nur noch ein fahles Licht inmitten der großen Dunkelheit und seine Augen glommen in einem schwachen Glanz der Verzweiflung. In diesem Moment schien er gerade seine einzigen beiden wirklichen Freunde zu verlieren, mit denen er so viel erlebt und unzähligen Gefahren getrotzt hatte.
Er schüttelte nur ungläubig den Kopf, das alles konnte doch nur ein böser Traum sein, aber das war es nicht und so konnte er nicht mehr an sich halten und tat etwas, was er schon sehr lange nicht mehr getan hatte: Er weinte…
Er hatte schon viele Jahre nicht mehr geweint, er konnte sich eigentlich nur an ein Mal erinnern, als er erfahren hatte, dass er adoptiert wurde und seine richtigen Eltern nie kennen gelernt hatte, aber das war schon lange her. Luarcis hatte früh gelernt, damit umzugehen und seine Emotionen zu kontrollieren, weil seine Lehrmeister wussten, dass sie einmal zu so etwas führen könnten, was nun mit seinen Freunden passiert war, Gefühle waren gleichsam machtvoll, wie gefährlich, weil unkontrollierbar. Doch nun war diese Mauer um sein Herz gebrochen, die er sich selbst auferlegt hatte und mit einem Mal kam der ganze verdrängte Schmerz über ihn. Luarcis fühlte, wie sich ein großes Loch in ihm gebildet hatte, das immer größer wurde, je mehr Waterstorms und Magans gute Auren um ihn herum schwanden. Mit einem Mal schien alles zu zerbrechen, was er in der letzten Zeit erlangt zu haben geglaubt hatte und er konnte seine Trauer darüber nicht mehr im Zaum halten. Und so füllten sich seine leeren Augen mit Tränen, die schließlich seine Wange herunter liefen. Eine besonders große löste sich auch von ihm und fiel zu Boden. Plötzlich wurde es für den Weißen seltsam still um ihn herum, er bekam nichts mehr mit, was geschah und sah nur seine eigene Träne wie in Zeitlupe zu Boden fallen, wo sie schließlich erstaunlich laut aufschlug. Für diesen einen Moment gab er sich ganz seiner eigenen Trauer hin und verschloss sich vor der Welt und der schrecklichen Realität, die ihn ereilt hatte. So bekam er auch nicht mit, wie an dem Punkt, wo seine Träne aufgetroffen war, sich die dunkle Aura des schwarzen Turmes beinahe schon ängstlich zurückzog, angesichts dieser reinen, schimmernden Träne, die allein aus der tiefen Trauer um seine verlorenen Freunde geschaffen wurde, einer Macht, die er immer für stärker als alles andere gehalten hatte, aber für die er wohl zu schwach war, um sie bewahren zu können…

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#25 Beitragvon Temeraire » So 17 Feb, 2008 23:08

(kommt von weit her...)

Temera segelte dahin. In Gedanken versunken ohne ein wirkliches Ziel glitt sie auf einer Luftströmung dahin, ihr Blick war auf den Horizont gerichtet. Ihre Rückenfedern sträubten sich plötzlich bei einem Schwall an Energie, die ihr völlig neu war. Sie blinzelte. Tageslicht war für sie ungewohnt und fremd. Am Horizont erschien die Siluette eines Turms. Dunkle Wolken, zu dunkel für ihren Geschmack zogen wie festgebunden um den Turm. Je näher sie kam, umso schlimmer wurde das Gefühl welches ihr sagte dass hier etwas ganz und garnicht stimmte. Die Neugier in ihr siegte schliesslich und sie seglte um den Turm, einmal höher einmal näher. Interessant, dachte sie als sie eine kaputte Tür erblickte. Soll das der Eingang sein? fragte sie sich und näherte sich zaghaft dem Eingang. Vorsichtig faltete sie ihre gefiederten Schwingen auf dem Rücken und spähte in den dunklen Turme hinein. Ihre Augen gewöhnten sich sehr schnell an die Dunkelheit. Vorsichtig trat sie ein. Es roch nach Energie, Magie und etwas bedrohlichem, das ständig anstieg, wie ein Fluss während eines Wolkenbruchs. Erneut sträubten sich ihre Rückenfedern. Geh da nicht hinein du Gans! rief eine kleine Stimme in ihr. Vernunft war doch was lästiges, sie beachtete die Stimme nicht. Ihr junges Herz schrie nach der Chance eines Abenteuers deshalb trat sie ein.
Verwirrt blickte sie die vielen Türen, Flure und Durchgänge an. Sie war etwas verwirrt. Hier war mit fremder Energie mächtiges am Werk. Sie schritt einfach los, denn es gab deutliche Spuren, das hier schon jemand gewesen war. Wer hier wohl ist? fragte sie sich und ging weiter durch die offenen Türen. Plötzlich zuckte sie zusammen Sie eine weitere Kraftwelle verspürte. Instinktiv duckte sie sich. So eine mächtige Kraft war ihr nicht bekannt. Die Kraft durchstreifte sie wie eine unsichtbare Hand und nun bekam sie Angst. Zurück! Zurück, wollte sie. Doch da hörte sie leise Stimmen. Temera horchte auf: Stimmen, ferne Stimmen, wütende Stimmen. Sie gab sich einen Ruck. Ich kann schon auf mich aufpassen, machte sie sich Mut. Die Flure wurden kleiner und enger. Sie war froh so dünn zu sein länger als breit. Somit passte sie locker durch die Durchgänge. Vorsichtig näherte sie sich den Stimmen. Noch konnte sie nicht genau vernehmen was gesprochen wurde, doch die Kraft die hier herrschte, war fast unerträglich. Auf dem Bauch robbte sie sich zur letzten Tür oder das, was einmal eine Tür gewesen war. Dort standen 3 Drachen. Temera verengte ihren Blick um mehr zu sehen. Was sie einschüchterte und ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich zog, war ein sehr grosser schwarz roter Drache, der etwas in den Krallen zu halten schien. Er strahlte eine Düsternis aus, die beinahe ihr Herz stehen liess. Der andere Drache, der vor ihm stand, strahlte ebenfalls etwas Dunkles aus. Was mach ich hier? fragte sie sich abermals und wollte wieder umkehren, bevor man sie noch bemerkte. Doch daa spürte sie etwas, etwas vollkommen unerwartet Gutes. Es war ein kleiner Augenblick, nur ein Herzschlag. Sie blickte zum weissen Drachen, der dort mit hängendem Kopf stand. Temera sah nur die Hälfte seines Gesichts, aber was sie sah, zerriss ihr beinahe das Herz. Ein so tieftrauriger Anblick ertrug sie kaum. Einen Drachen weinen zu sehen, war etwas sehr trauriges. Sie vergass alles, wollte ihn nur trösten, auch wenn es der grösste Fehler war, den sie nur machen konnte. Sie sah den anderen Drachen nicht, der neben ihr stand, vergass den grossen schwarzen und den anderen Drachen. Auf einmal sah sie eine glitzernde Träne zu Boden fallen und richtete sich auf. Ihr Herz schrie danach dem Drachen zu helfen, obwohl sie schmächtiger war als er. Ohne genau zu wissen, was sie da wirklich tat, schritt sie auf den weissen Drachen zu.
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#26 Beitragvon Tilondrion » Sa 01 Mär, 2008 17:32

Waterstorm war überhaupt nicht erfreut dass es Grael schon wagte ihn um einen Gefallen zu bitten. Aber da er nicht wollte dass sich der Drache gegen ihn stellte sprach er: "Nun gut, dein kleines Problem werden wir gleich gelöst haben". Der Schwarze begann Formeln zu murmeln und aus seinen Pranken lösten sich Blitze welche alle an einem Punkt auf dem Boden zusammenstiessen. Als die Blitze weg und der Rauch sich verzogen hatte stand da ein kleines Fläschchen mit einer grauen Flüssigkeit. Daneben war eines mit einer klaren Flüssigkeit erschienen.
"Es ist riskant dies zu tun." sagte Waterstorm. "Du wirst Magan einen Augenblick die Kontrolle über deinen Körper geben müssen. Sobald du den grauen Trank trinkst wird die Magie die Seele welche die Kontrolle über den Körper hat aus dem Körper getrieben. Während dieser Zeitspanne hast du nur kurz Zeit die Kontrolle über den Körper wieder zu übernehmen und das Fläschen mit der klaren Flüssigkeit zu trinken welches die Magie des anderen Fläschchens neutralisiert.
Machst du einen Fehler werdet ihr beide aus diesem Körper entschwinden was den Körper tötet.
Eine einfachere Möglichkeit gibt es nicht. Versuch es oder lass es bleiben."

Während des Gesprächs hatte der Schwarze jedoch den weissen Drachen nicht beachtet da er glaubte dieser würde keinen Versuch unternehmen sie aufzuhalten da er viel zu schwach war.
Luarcis tat dies auch nicht, als er jedoch weinte und einige Tränen auf den Boden fielen prallten zwei Tränen so aufeinander dass ein winziges Tröpfchen einer der beiden Tränen in das Fläschchen mit der grauen Flüssigkeit geschleudert wurde. Das grau wurde einen Augenblick lang blau um dann gleich wieder grau zu werden. Grael und Waterstorm hatten davon nichts bemerkt.
Das Tröpfchen änderte die Magie des Trankes so dass er nicht mehr töten konnte, allerdings war er immer noch giftig genug um eine der beiden Seelen aus dem Körper zu reissen.
Waterstorm liess die beiden Fläschchen gerade zu Grael hochschweben als er aus dem Augenwinkel eine Bewegung vernahm.
Eine Drachin war aufgetaucht. Sofort war sie zu dem weinenden weissen Drachen gerannt. Waterstorm stellte erst jetzt fest dass der Weisse weinte und er spürte wie der gute Waterstorm in ihm sich aufbäumte und versuchte die Kontrolle zu übernehmen. Der Angriff war so heftig dass der Schwarze kurze Zeit Mühe hatte die Kontrolle über den Körper zu behalten. Sofort nahm er noch mehr der Magie des Schwarzwolkenturms in sich auf um ihn aufzuhalten. Nach einigen Sekunden hatte er sich wieder im Griff.
"Was machst du denn hier?" fragte er die Drachin unhöflich. Verschwinde sofort und nimm die Heulsuse mit denn sonst werde ich euch beide töten.
Um seine Absicht zu unterstreichen liess er den schwarzen Feuerball wieder erscheinen und schritt auf die beiden zu.
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#27 Beitragvon Magan » Mi 12 Mär, 2008 18:17

Grael nickte. Es war für ihn zwar eine ungewöhnliche Idee, doch es würde schon klappen. Auch wenn er natürlich Risiko einging, wenn er Magan, wenn auch nur kurz, die Kontrolle überlassen würde. Doch sonst würde er nur wieder die Kontrolle verlieren und so eine Gelegenheit würde nicht noch einmal wiederkommen.
Grael öffnete den Verschluss der Flasche und Führte sie zu seiner Schnauze. Doch auf einmal spürte er eine Energiewelle, die von Luarcis ausging. Er hatte den weißen schon ganz vergessen, genau so wie Tarar. So sehr freute er sich endlich wieder einen Körper zu haben, dass er tatsächlich all seine Vorsicht fallen lies.
Diese Energie, tat ihm nichts an, auf jedenfalls verletzte sie ihn nicht, darum kümmerte er sich nicht weiter um sie.
Er hatte sie Flasche schon an sein Maul angesetzt, als er auf einmal eine Energiespitze in den Tiefen von Magans Geist und Körper spürte. Diese Energiespitze, kannte er nur zu gut. Sie war so verschlüsselt, dass sie nur Jimadra wahrnehmen konnten. Diese Energiespitze verband eine Jimadra. Um seinen Körper zuckten Blitze und sein Fell nahm wieder das vertraute Silber an. Doch Grael war nun gelähmt und mit einem Schlag seiner ganzen Energie beraut.
Das kann nicht sein“, dachte Grael sichtlich erschrocken. Schon wurde er in seinen bzw. Magans Geist gezogen und stand gleich darauf dem Chaosdrachen gegenüber. Dieser war gar nicht gut auf Grael zu sprechen. Doch das machte Grael keine Angst. Es war viel mehr dieser schwarze Nebel hinter Magan, in dem man ab und zu die schemenhaften Formen von Drachen erkannte.

Jeder Jimadra hatte eine Fähigkeit, die diese Drachen im Notfall stärker machte. Natürlich hatte diese Fähigkeit ihre nachteile und kein Jimadra konnte sie auf Befehl hin benutzten. Diese Fähigkeit nannte man Chaosinstinkt und sie bewirkte, dass die kollektiven Instinkte, die Hauptkontrolle über den Jimadra übernahmen. Dadurch waren Jimadra in der Lage schneler zu reagieren oder Zauber einzusetzen, die sie gar nicht kannten, doch ihr Verstand war dabei auch abgeschaltet und so unterschieden sie nicht mehr zwischen Freund und Feind.
Grael hatte damals genau diese Energie genutzt um für kurze Zeit die Kontrolle über Magan zu bekommen. Er hatte diese Fähigkeit damit ausgeschaltet, doch nun schien sie doch zu gehen, auch wenn Grael nicht verstand warum. Auf jeden fall schien der Chaosinstinkt von Magan, viel stärker zu sein als normal, den Magans Gesicht war nicht Wutverzehrt, wie es normal war, sondern eher ruhig und wissend. Mit einer vielstimmigen Gedankenstimme, die wegen dem Chaosinstinkt so war, fing Magan an auf Grael einzureden.

Grael konnte beobachten wie Magans Pfote, wiederwillig, die Flasche hob und Magan die Flasche austrank. Da weder Magan noch Grael, gerade die ganze Kontrolle über den Körper hatten, würde sie der Zauber gleichermaßen treffen. Schon begann Grael wie auch Magan den Surg des Zaubers zu spüren.

Mit seinem Ganzen Willen klammerte sich Grael an diesen Körper. Er wollte nicht wieder weniger als ein Geist werden. Zu seiner Überraschung schein Magan im Zustand des Chaosinstinktes keine Angst zu verspüren, es schien so als wüsste er, was er da tat.
Ich werde den Körper nicht aufgeben, schrie Grael und beschwor seine versiegelte Energie herauf. Gerade mal so viel wie möglich war, ohne Magans Körper zu zerreisen.

Magans Körper verlor seinen Kontrast und aus seiner Brust heraus Leuchtete ein grausilbernes Licht. Mit einem mal schein seine Brust zu explodieren und ein grauer, sternförmig gezackter, Kristall brach aus dem Körper. Sofort schloss Grael Dunkle Energie die stelle und es Bildete sich ein unförmiger, sich ständig verändernder, schwarzer Kristall in der Brust. Grael hatte es mit viel mühe geschafft Magan zu verjagen, allerdings nicht so wie er es sich vorgestellt hatte. Schnell trank er die klarre Flüssigkeit, auch wenn seine Bewegungen am die eines Schlüpflings erinnerten. Erst jetzt hörte der sorg auf, der auch seine Seele aus dem Körper zu reisen schien.
Magans Seele war aus dem Körper verschwunden, doch sie hatte den energetischen Teil des Körpers und damit die ganze Energie in Magan mitgenommen. Hätte Grael nicht sofort reagiert und seine eigene Energie benutzt, so hätte das Herz aufgehört zu schlagen und der Körper wäre für ihn verloren gewesen. Nun schaute Grael mit violetten Augen zu dem, vor Luarcis, Tarar und einer ihm unbekannten Drachin, schwebenden Seelenkristall.
„Wie hast du das gemacht?“, schrie er den Seelenkristall an.

Die Luft um den Seelenkristall begann zu flirren und es entstanden erst ein paar, dann immer mehr bunter Funken. Diese bildeten einen Drachenkörper, er zu Brennen schien, auch wenn der Feuer bunt war und viel längere und geschmeidigere Zungen hatte.

Magan, der durch die große Anstängung von dem Chaosinstinkt befreit war, wusste ungefähr was geschehen war, auch wenn seine Erinnerungen nicht sehr klar waren. Er knurrte Grael wütend an und sage zu ihm: „Du wolltest mich vernichten. Ich bin dir keine Antwort schuldig“.
Er konnte, selbst wenn er wollte, Grael die Frage nicht beantworten, den von so was hatte er noch nie gehört.

Tarar hatte die neue Drachin schon längst bemerkt, auch wenn diese sie nicht bemerkte, doch das war nichts Besonderes für die Traumdrachin. Jerder übersah sie. Lnagsam löste sie den Schild auf, der sie vor fremden Blicken schütze. Sie machte es deshalb langsam um die neue Drachin nicht zu erschrecken. So würde es für Temera so sein, als passten sich ihren Augen eher der Dunkelheit an.

Sie schaute zu Magan und sie begriff was gesehen war. Auch das plötzliche und scheinbar zum schlechtesten Zeitpunkt ausgewählte erscheinen ergab für die Traumdrachin einen gewissen sin.
„Das hast du gut gemacht Magan“, sagte die Traumdrachin zum Chaosdrachen, der nun aus reiner Energie bestand. Doch sie wusste, das Magan diesen Zustand sicher nicht lange halten konnte.
„Magen hör zu greif die beiden auf keinen Fall an, dieser Körper ist zu neu für dich, außerdem hast du hier keine Möglichkeit deine Energie zu regenerieren und wenn du keine hast wirst du starben“, sagte sie zu Magan, der sie nun interessiert und besorgt anschaute.
Da Tarar ja selber aus Energie bestand, wusste sie nur zu gut was dies hieß.
„Was soll ich den machen? Die beiden werden uns sicher bald angreifen“, sage Magan besorgt zu seinem Seitenblick auf Waterstorm und Grael.
„Du brauchst unbedingt einen Wirtskörper“, sagte sie bestimmt und schaute Temera dabei durchdringend an.

„Halt!“, schrie Grael zu Waterstorm, „Spürst du es nicht? Der Turm!“.
Zu die verschiedenen Energien der ganzen Drachen und durch das ständige anzapfen von Waterstorm, war die ganze innere Energie des Turmes ins Wanken gekommen. Grael hatte schon früher gemerkt, das die Energien im Turm lebendig waren. Es war für Grael so als befände er sich in einem lebendigen Wesen. Dieses Wesen hatte nun genug von den Eindringlingen, die sich einfach so seiner Energie bemächtigten. Darum wollte es sie Töten. Grael wusste dies, da er den Ansteigenden Energiepegel spürte, der sich langsam im Raum aufbaute. Bald, so wusste er, würde es eine Energieexplosion geben.
Mit einer Krallenbewegung, die immer noch sehr unbeholfen war, öffnete er ein schwarzes Portal und sagte zu Waterstorm: „Wir müssen hier erstmal weg. Wir können ja später wiederkommen“.
Wenn Grael eins wusste, dann war es dass, dass es Wesen gab die viel stärker waren als er und dieser Turm war eines dieser Wesen.
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#28 Beitragvon Luarcis » Sa 15 Mär, 2008 10:39

Immer noch zitternd und mit von Tränen verklärten Augen stand Luarcis nur da, erst mit gesenktem Kopf, weil er die Szene nicht ertragen konnte. Aber als Waterstorm zu sprechen begann und Grael letztlich die seltsame Flasche aushändigte, mit dem Gift, das Magan in seinem Körper ein für alle mal töten sollte, musste er sich zwingen, aufzusehen. Mit leerem Blick starrte er auf die Szene, ein Teil von ihm schrie innerlich, etwas zu tun, aber er fühlte sich zu schwach, um überhaupt aufrecht zu stehen, er wusste, er könnte die Flasche nie rechtzeitig erreichen, ohne vorher getötet zu werden. Sein Blick war nur noch verschwommen und undeutlich und immer noch schien alles für ihn wie in einem Traum abzulaufen, als ob er nur daneben stehen und zuschauen würde, ohne wirklich dazu zu gehören. Eine weitere Träne schlug auf den Boden auf, doch sie traf sich mit einer zweiten und prallte ab, bis sie in hohem Bogen durch den Raum flog und direkt in der geöffneten Giftflasche landete. Luarcis‘ Augen weiteten sich bei diesem Anblick und er starrte in die Richtung. Ob Vorsehung oder einfach nur Zufall dafür verantwortlich waren, er wusste es nicht, aber er spürte die Auswirkungen, ja, tief im Inneren wusste er, was es bewirkte. In seinem verklärten Blick, in dem fast die ganze Umgebung verschwamm, leuchtete die Flasche jedoch vollkommen klar heraus, ein bläulicher Schimmer durchzog sie und in der Mitte strahlte immer noch der Punkt, an dem die Träne eingedrungen war, nur für ihn selbst sichtbar, denn es war schließlich seine eigene Träne, geboren aus der Trauer um seinen Freund, den sie nun retten wollte. Dann hob er nur mechanisch den Kopf und schaute mit dem gleichen Blick zu Grael, der das Fläschchen aufnahm und die Flüssigkeit trank. Luarcis war zu geschwächt und verwirrt, um die Veränderung seiner Aura wahrzunehmen, der vom inneren Kampf des Silberdrachens zeugte. Aber er sah, wie sein Körper letztlich plötzlich scheinbar zu zerreißen drohte und sich ein leuchtender Seelenkristall aus ihm löste. Luarcis musste nicht lange hinsehen, etwas in ihm wusste genau, dass es Magans Seele war, die sich in ihm befand und wenn er sich nicht täuschte, durchzog den Kristall derselbe leuchtende Schimmer, den zuvor die Flasche angenommen hatte.
Langsam klärte sich der Blick des Weißen ein wenig auf, als ihn der schwache Schimmer der Hoffnung durchzog, den er nun erkannte. Doch plötzlich nahm er noch Jemanden wahr und als er seinen Kopf herum drehte, erkannte er eine fremde, schwarze und gefiederte Drachin, die sich anscheinend in den Turm und zu ihrem Aufenthaltsort gewagt hatte. Verständnislos blickte Luarcis sie an, er erkannte in ihrem Blick nur Ängstlichkeit und Unsicherheit, sie hatte sicher keine bösen Absichten, aber es war der denkbar schlechteste Zeitpunkt, hier aufzukreuzen. Schnell verflog seine wage Hoffnung, denn schon wieder schien ihm alles zu entgleiten, als auch Waterstorm den ungebetenen Gast bemerkte und ihn gleich mit einem dunklen Energieball begrüßen wollte. Wieder wandte sich der Walddrache um, warf einen Blick auf den leuchtenden Seelenkristall, aus dem schließlich ein großer Schwall Energie trat und sich zu einem schemenhaften Abbild von Magans Körper formte und schaute dann zu Waterstorm, der immer noch seine Kraft bündelte, auch wenn er sich scheinbar nicht mehr sicher war, ob er ihn, die fremde Drachin, oder Magans Seelenkristall damit angreifen sollte. Auch wenn er sich immer noch nicht von der Stelle gerührt hat, erkannte Luarcis nun, dass er nicht länger untätig herumstehen durfte, er musste etwas tun, um seinen Freund und auch die unschuldige Drachin zu retten, die nicht einmal wusste, was hier vor sich ging. Er kniff seine Augen zusammen, um den Großteil seiner Tränen daraus zu treiben, um wieder eine klarere Sicht zu bekommen, aber er fühlte sich immer noch so komisch wie zuvor. Seine Aura war immer noch unregelmäßig, aber sie wurde wieder stärker und fing richtiggehend zu pulsieren an. Er merkte nicht, wie sich seine überschüssige Energie in den Boden entlud und dem Pulsieren folgend sich wie in Wellen in dem Raum hinaus ausbreitete, aber die Auswirkungen seiner reinen Energie auf den Schwarzwolkenturm waren schnell sehr deutlich zu spüren.
Auch Grael merkte das, als er Waterstorm aufforderte, mit ihm zu verschwinden, indem er ein schwarzes Portal öffnete. Aber Luarcis wusste, dass der dämonenhafte Drache ihn und die Anderen nicht einfach so gehen lassen würde, also musste er ihm zuvor kommen. Er stellte sich nun aufrecht hin, nur um sich dann wieder wie in Angriffsposition hinzukauern. Das Pulsieren seiner Energiewellen wurde langsamer, bis sie schließlich sogar stehen blieben und sich dann ein kleines Stück wieder zu ihm zurückbewegten, sich konzentrierten, bis Luarcis schließlich mit einem beherzten Aufschrei los sprintete. Keiner der Anwesenden hatte diese plöztliche Initiative erwartet und so gelangte der Weiße mit einem ungeheurem Tempo in die Raummitte, an dem perplexen Waterstorm und dem geschwächten Grael vorbei direkt auf den geisterhaften Magan zu. Luarcis wusste nicht, was er eigentlich tat, irgendetwas in ihm drängte ihn dazu und es blieb keine Zeit, darüber nachzudenken. Er wusste auch nicht, was Magan zurzeit wirklich war, er bestand scheinbar nur noch aus formloser Energie, die sich schon allmählich zu verflüchtigen schien. Man konnte ihn sicher nicht packen, aber Luarcis rannte quasi förmlich durch ihn hindurch, um mit seinem Maul den festen Seelenkristall zu packen, das einzige Materielle an Magans Gestalt, und schleifte seinen Energiekörper einfach mit sich mit. Luarcis wusste nicht, ob ihm diese Energie schaden oder womöglich gar töten konnte, aber er hatte keine Zeit, darüber nach zu denken, er spürte, wie ihn sein Bewusstsein ohnehin immer mehr verlies, während seine Aura und seine weit geöffneten Augen immer mehr zu leuchten begannen. Wie aus weiter Ferne hörte er noch überraschte Aufschreie und Rufe, aber er verstand sie nicht und achtete auch nicht darauf, er preschte einfach weiter, machte eine Kehrtwendung und raste letztlich auf den Ausgang zu, direkt zu Temera.
KOMM!, rief er ihr in Gedanken entgegen, um sie im Vorbeirennen so vorsichtig es ging an einem Arm zu packen und zurück in den Gang zu ziehen, der sie her gebracht hatte. Kaum hatte er ihn erreicht, lies er Magans Seelenkristall aus seinem Maul fallen, um sich umzuwenden und die herausgebrochene Tür wieder aufzurichten und damit den Gang zu verschließen. Doch er wusste, dass das nicht halten würde, es könnte weder die unweigerlich bevorstehende Explosion, noch die eventuellen Gegenangriffe von Grael und Waterstorm aufhalten. Seine Aura glühte immer noch in einem seltsamen Schimmer und wenn man ihm in die Augen geblickt hätte, hätte man kaum einen Ausdruck darin erkennen können. Er kannte dieses Gefühl, auch wenn er in dem Augenblick nicht mehr wusste, was es war. Bilder schossen ihm durch den Kopf, aber die wenigsten konnte er erkennen und einordnen, er sah, was gerade geschehen war, erinnerte sich, wie er um seine Freunde getrauert hatte, seine Tränen, die auf den Boden fielen und dort die dunkle Macht des Turmes vertrieben und auch Graels Gift neutralisiert hatten. Seine Tränen…
Luarcis wusste nichts von seiner eigentlichen Herkunft, woher er ursprünglich stammte, wer seine Eltern waren. Er wusste nur, dass er schon immer besondere Fähigkeiten hatte, die sonst keiner außer ihm hatte. Er konnte mit Tieren und Pflanzen kommunizieren, sie um Hilfe bitten, seine Kraft mit ihnen zu teilen, oder auch von ihrer Kraft zu zehren, wenn er es nötig hatte. Er hatte heilende Fähigkeiten und ihm wurde früh beigebracht, dass seine Emotionen starken Einfluss auf seine Kräfte haben können. Seine Lehrmeister trainierten ihn daher, seine Wut und Hass zu kontrollieren, damit sie ihn nicht beherrschten, aber dadurch wurden auch seine guten Gefühle mit der Zeit verdrängt und verkümmerten. Er erinnerte sich kaum mehr daran, als er das letzte Mal geweint hatte, es musste schon viele Jahre her sein, aber als er versuchte, diesen Gedanken zu fassen, blitzte ein Bild vor seinem geistigen Auge auf, wie er sein eigenes, kindliches Gesicht auf der Oberfläche eines Seeufers sah, mit von Tränen gequollenen Augen. Eine davon löste sich und traf auf den Boden, an deren Stelle fast sofort ein Keimling emporwuchs, bis sich schließlich eine wunderschöne, leuchtend blaue Blume gebildet hatte, von der Luarcis aus irgendeinem Grund genau wusste, dass sie selbst heute noch mit unverminderter Pracht blühen würde…
Er riss die Augen auf, als er aus seinen Gedanken schreckte und sah, dass er immer noch gegen die zerstörte Tür gelehnt in dem Gang stand. Es waren nur ein paar Sekunden vergangen, aber für ihn schien es eine kleine Ewigkeit gewesen zu sein, die ihn diese Gedanken und Gefühle durchströmt haben. Doch nun wusste er, was er zu tun hatte und löste seine Pranken von der Tür um sich beherzt seine letzten Tränen aus dem Gesicht zu wischen, die nun schillernd seine Krallen benetzten. Mit einem energischen Aufschrei rammte er so seine Pranken rechts und links neben die Tür, ähnlich, wie er es schon zuvor getan hatte, um dem Gang seinen Willen aufzuzwingen, ihn hindurch zu lassen. Aber er wusste, dass das nun nicht gereicht hätte, die ungeheuren Energien des Schwarzwolkenturmes waren vollkommen in Wallung und so nahe im Zentrum seiner Kraft, wo sie sich ohnehin in wenigen Momenten in einer gewaltigen Explosion entladen würden, konnte wohl keiner von ihnen glauben, dem gewachsen zu sein. Aber es blieb ihm keine Wahl, wenn er nicht seinen Instinkten und Fähigkeiten vertrauen würde, um es wenigstens zu versuchen, würden sie sowieso alle in diesem Raum sterben, denn es blieb ihnen sicher keine Zeit mehr, um rechtzeitig aus dem Turm zu verschwinden und sich in Sicherheit zu bringen. So konzentrierte Luarcis seine letzte Kraft, er spürte, wie seine seltsame Benommenheit und Trance mit seiner Aura langsam verschwand und sich in seinen Vorderbeinen konzentrierte. Schließlich sickerten die Reste seiner Tränen in die Wand und wuchsen rasch zu leuchtenden, rankenähnlichen Gebilden, die sich auf dem Stein hinüber ausbreiteten und schließlich die Tür erreichten, die sie letztlich mit einem dichten Geflecht umwoben, bis sie vollkommen mit den leuchtenden Fäden und der Wand verschmolzen war. Die Aura des Turmes war an dieser Stelle vollkommen verdrängt worden, wie ein Schutzwall gegen die dunkle Energie auf der anderen Seite wirkte nun diese Barriere, Luarcis wusste, dass Grael und Waterstorm sie niemals zumindest in der kurzen Zeit, die ihnen blieb, durchdringen könnten, doch sie würden wohl ohnehin einen anderen Weg nehmen. Er hatte die Tür keinen Moment zu früh versiegelt, als er eine heftige Erschütterung wahrnahm, die auf die Tür traf, der sie aber zum Glück stand hielt. Vielleicht war es ein Energieball, den ihre Gegner aus Frust nach ihnen geschleudert hatten, oder ein Vorbote der großen Explosion, es war letztlich auch egal. Einen Moment lang dachte er an Tarar, die er zurück lassen musste, er hatte einfach keine Zeit, um sie auch noch in den Gang zu ziehen, aber er tröstete sich mit dem Gedanken, dass sie hoffentlich selbst mit ihren Fähigkeiten einen Ausweg finden würde, denn er hatte keine Zeit, um sich nun Vorwürfe zu machen, sie waren immer noch nicht ganz außer Gefahr.
„Los, wir müssen schleunigst hier raus! Ich weiß nicht, wie lange die Tür halten wird!“, rief er den Anderen zu und machte sich dann auf, um durch den Gang zurück zu hechten, auf das geöffnete Tor des Turmes zu, das er am anderen Ende schon erkennen konnte…

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#29 Beitragvon Temeraire » So 16 Mär, 2008 18:37

(kann ich sonst immer noch ändern.. ich weiss noch nicht, ob das mit dem Kursiv geklappt hat)
Temera stand mit weit aufgerissenen Augen da, hörte die wütenden Worte des grossen Drachens, aber reagierte nicht darauf. Sie bewegte sich nicht mehr, stand wie eine Skulptur stumm und steif da. Einer der Drachen, trank eine Flasche aus. Es schien, als hätte er nur darauf gewartet seiht endlosen Zeiten. Temera sah gespannt, was sich hier veränderte. Sie verstand es nicht, aber eines wahr ihr im Unterbewusstsein glasklar, sie war hier am schlechtesten Zeitpunkt aufgetreten, den es nur geben konnte. Eine Energiewelle durchstrich ihr Gefieder und riss sie aus der Erstarrung. Aus dem etwas kleinerem Drachen ging nun ein schimmern aus und wie aus dem nichts, schwebte dort ein atemberaubend schöner Kristall. Tamera sah gebannt auf den schwebenden Seelenkristall um den sich nun ein Körper zu bilden schien. In all ihrer Verblüffung und Erstaunen vergass sie den herrlich weissen Drachen neben ihr. Es folgte kurz ein wütender Wortwechsel zwischen dem kleineren Drachen mit den nun vollkommen violetten Augen und dem eher durchsichtigen Drachen der sich anscheinend im Seelenkristall befand. Du liebe Zeit, was mach ich hier?
So langsam nahm sie ein schwacher Nebel wahr, den sie kurz in noch grössere Angst versetzte. Der Nebel war nicht kalt, was sie wiederum beruhigte, aber ihre Augen nahem noch einen Drachen wahr. Sie sah sie an, mit einem Blick, den sie nicht deuten konnte. Sie redete dem Chaosdrachen zu, der anscheinend ein grosses Problem hatte. 2 Seelen und 1 Körper. Die Traumdrachin sah Temera kurz an, als sie den letzten Satz mit viel Nachdruck aussprach. Zuerst begriff Temera nicht, was sie damit meinte, das der Drache im Seelenkristall einen Wirtskörper brauchte, dann jedoch durchflutete sie eine eisige Kälte, die sie nur zu gut kannte. Sie krallte sich am Boden fest, hinterließ tiefe Kratzspuren im Boden und spürte erneut wie sich die Kräfte im Turm zu bündeln schienen. Gerade wollte sie etwas sagen, als der Drache mit den intensiven violetten Augen ihr zuvor kam. Es war wahr, der Turm schien zu leben und entwickelte einen schnellen Puls, der sich auf den Mittelpunkt, wo sie sich alle befanden zu treffen schien. Temeras Gedanken schweiften zu einer Erkenntnis das dies ihr mehr war, mehr als man denken konnte. Sie zuckte zusammen, als ein schwarzes Portal geöffnet wurde, das für die Flucht der 2 eher dunkleren Drachen bestimmt war. Sie würden hie zurück bleiben und wenn sie nicht schnellstens hier raus kamen, würden sie sterben. Dieses Wort versetzte sie nun vollkommen in Angst und Schrecken.
Wie aus dem Nichts, stürmte der weisse Drache mit einer unfassbaren Geschwindigkeit und Willenskraft auf den Seelenkristall zu, schnappte ihn und rannte zurück. Er rief ihr in Gedanken zu mit ihm zu kommen, doch vor Starre konnte sie sich kaum rühren. Er packte sie und zog sie mit sich hinaus. Erst da, begann sie wieder Herr über ihren Körper zu werden. Kaum waren sie im Flur, liess der weisse Drache den Kristall fallen und richtete die Tür schnell wieder auf. Temera sah sich wild suchend um. Es war zu eng um zu fliegen ihre Flügel waren hierfür zu lang. Ganz kurz, blickte sie zum weissen Drache, dessen Blick kurz verschleiert und in weite Ferne gerichtet war. Auch Sie erinnerte sich ein kleines Stück zurück, an einen Ort, den sie nie wieder sehen wollte. Temera schüttelte sich. Weg! Mit einem lauten Brüllen schloss der weisse Drache geschickt die Tür und machte etwas, das Temera erneut in Staunen versetzte. Ranken. Starke wunderschöne Ranken schlängelten sich wie magische Geschöpfte um die Tür und verschlossen diese mit einer sagenhaften Kraft. Die Tür bewegte sich kurz, es gab einen Knall und Temera zuckte zusammen. gütiger Himmel der weisse Drache handelte schnell, rief ihr zu das sie schnellstens hier raus mussten und das, war alles, was sie jetzt auch wollte. Sie starrte kurz auf den Seelenkristall, packte den mit den Voderkrallen und nahm den zögernd in den Mund. Er hatte ihr das Leben gerettet, da wollte sie sich auch mal nützlich erweisen und rannte mit dem weissen Drachen Richtung Ausgang. Ihr Blick war nur darauf konzentriert, ihre Flügel schon halb gespreizt, bereit zum abheben. Die Energie des Turmes wurde unerträglich, sie begann an den Wänden zu schimmern und zu leuchten. Temera hatte alle mühe richtig zu sehn, ihr Blickfeld veränderte sich sie sah nur noch verschwommene Schemen des Turmes. Nun drohte sie auch noch zu stolpern. Mit flügelschlagend versuchte sie noch ihr Gleichgewicht zu halten und biss daher auf den Kristall den sie trug. Erschrocken machte sie einen Sprung als sie eine Kraft durchströmte, die sie nicht kannte. Der weisse Drache machte einen grossen Sprung und flog. Temera kauerte sich auch gerade zum Sprung und spürte nun, wie dich deutlich was veränderte. Es war zu intensiv, wobei sie den Kristall fallen liess und selbst vergass mit den Flügeln zu schlagen. Eine unsichtbare Energie ergriff besitz von ihr, passte sich ihrem rasendem Herzschlag an und durchströmte ihre Adern. "schlag mit den Flügeln!" Rief eine fremde Stimme in ihr. Sie blinzelte verwirrt, tat aber wie geheißen und schlug so schnell und kräftig mit den Schwingen wie sie nur konnte. Gerade erblickte sie noch den kreisenden Schemen des weissen Drachens, dem sie folgen wollte. Hinter ihr, schien der Turm zu beben. Es war soweit.

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#30 Beitragvon Tilondrion » Fr 11 Apr, 2008 19:27

Durch seine eigenen Augen konnte der gute Waterstorm sehen was um ihn herum geschah. Jedoch konnte er keinen Muskel rühren. Sein ganzer Körper war von der bösen Magie des Schwarzwolkenturmes durchflutet. Das Böse hatte seinen Körper total im Griff.
Trotz seiner Handlungsunfähigkeit war Waterstorm froh das er wieder in seinem eigenen Körper war. Er hätte es im künstlichen Golemkörper einfach nicht mehr ausgehalten.
Als der Schwarze nun auch noch Luarcis und die unbekannte Drachin bedrohte wurde er jedoch wütend und versuchte mit aller Kraft gegen die schwarze Magie vorzugehen. Er hatte schon fast gehofft etwas zu erreichen als seine Versuche brutal von der schwarzen Magie abgewürgt wurden. Es fühlte sich an als bekäme Waterstorm überall Stromschläge. Die Schmerzen waren riesig. Er wollte brüllen wollte etwas tun aber er konnte nicht. Nach einigen Sekunden die ihm wie Jahre vorkamen liess der Schmerz wieder nach und Waterstorm nahm einen Gedanken des Schwarzen wahr. Leg dich nicht mit mir an sonst werde ich dich noch viel grausamer quälen. Waterstorm hatte aber nicht vor seinen Körper aufzugeben. Glücklicherweise bebte in diesem Augenblick die Erde und der Schwarze war abgelenkt. Sofort begann Waterstorm damit die schwarze Magie in seine Seele reinzulassen denn bisher hatte er sie mit allen Mitteln ausgesperrt. Er hasste das Gefühl der Macht welches ihn durchfloss und gleichzeitig fühlte es sich sehr gut an so stark, mächtig und tödlich zu sein. Er liess die schwarze Magie durch seine ganze Seele strämen bis auf einen kleinen Teil welcher ihm nachher hoffentlich helfen würde nicht den Verstand auch noch an die schwarze Magie zu verlieren.

Inzwischen hatte Grael ein Portal geöffnet und den Schwarzen aufgefordert ihm zu folgen. Dieser entgegnete jedoch: "Ich brauche dein Portal nicht. Der Schwarzwolkenturm bin ich! Ich werde die Magie zähmen welche sich gerade aufbäumt."
Nun bemerkte er das der weisse und die unbekannte Drachin verschwunden waren. Wütend schleuderte er einen seiner Feuerbälle gegen das Tor, welches diesem Angriff jedoch stand hielt.
12 weiter Kugeln folgten dem ersten Feuerball bis die Tür barst und sich sogleich auch in Asche verwandelte. Die beiden Drachen und der Drachengeist waren jedoch verschwunden.
Ein Teil der Magie des Schwarzwolkenturmes begann sich nun gegen den Schwarzen zu wenden. Er verlor über einen Teil der Magie seine Macht. Mit aller Kraft versuchte er sie wiederherzustellen.

Auf diesen Zeitpunkt hatte der Blaue gewartet. Er richtete die schwarze Magie nun auch von innen auf den Schwarzen. Gleichzeitig fühlte er sich stark und genoss das Gefühl des Kampfes. Er liess die ganze Magie gebündelt auf seinen eigenen Körper los. Er fühlte den Schmerz welchen er verursachte, aber er zögerte nicht. Er würde sich eher selbst umbringen als weiterhin das Böse seinen Körper dominieren zu lassen.

Der Schwarze registrierte sofort das sich Waterstorm noch einmal aufbäumte. In seiner Gier versuchte er die Magie des Schwarzwolkenturmes und Waterstorm selbst gleichzeitig zu bekämpfen. Der Turm begann zu wackeln. Ein durchdringendes Pfeiffen liess die Mauern vibrieren. Schwarze Magie kämpfte gegen schwarze Magie. Die Temperatur stieg extrem schnell an. Die Kräfte neutralisierten sich gegenseitig mit einem riesigen Energieausstoss. Dann gab es einen ohrenbetäubenden Knall und eine Hitzewalze als der Turm explodierte. Einige Teile wurden mehrere hundert Meter weit geschleudert so gross war die Kraft. Der grösste Teil des Turmes stürzte jedoch über dem Drachen zusammen und begrub ihn unter sich.

Der Schwarze machte einen letzten Atemzug bevor seine Seele ganz vernichtet war. Die böse Magie hatte ihn innerlich zerrissen und seine dunkle Seele zerstört. Es war nichts von ihr übriggeblieben ausser die schlimmen Erinnerungen welche sie verursacht hatte.

Der Blaue klammerte sich noch an seinen toten Körper welcher sich nun wieder veränderte, er wurde etwas kleiner, seine Stacheln wurden wieder silbern und die Schuppen blau. Allerdings war er blutüberströmt. Eingeklemmt lag er unter dem Schutt und der Asche des Schwarzwolkenturmes und konnte sich nicht bewegen. Wenn ihm nicht bald jemand helfen würde, würde er den Körper wohl bald verlassen müssen. Verzweifelt versuchte der blaue sein Herz in Gang zu bringen. Er wollte nicht sterben. Nicht jetzt wo er seinen Körper doch gerade wieder zurückgewonnen hatte. Er mobilisierte seine Heilkräfte um sich selbst zu heilen, aber es funktionierte nicht. Er konnte mit den Kräften nur anderen helfen.
Mit einem letzten Funken Lebenswillen fiel er in Ohnmacht. Seine ganze Energie war nur noch darauf ausgerichtet sein Herz zum schlagen zu bringen. Ein Zucken ging durch das Herz und es schlug nochmals ein paar Mal bevor Waterstorms Energie erschöpft war und das Herz wieder still stand. Ohne Energie von aussen würde nun auch der blaue innerhalb von ein paar Minuten sterben.
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