Mit Eragon 3 bin ich inzwischen auch schon seit längerem fertig. Habe ich innert ein paar Tage an den Abenden durchgelesen.
Fand die Geschichte wieder sehr gut. Auch wenn es vielleicht etwas an Qualität gegenüber den Vorgängern eingebüsst hat, allerdings minimal. Es gibt irgendwie ein paar Dinge die stören, Dinge die sich über die ganze Geschichte hinziehen und nie so richtig erledigt werden oder allenfalls erst am Schluss.
Auch am Anfang der Geschichte hatte ich leicht mühe einzusteigen. Ich weiss bis jetzt nicht so recht wieso, aber irgendwie war die Handlung etwas seltsam. Auch das Verhalten von Eragon ist ein wenig störend und auch durch das Buch hindurch. Man hat immer ein wenig das Gefühl, dass er sich seiner Verantwortung nicht bewusst ist und vor allem immer viel zu leichtsinnig irgendwelche Versprechen gibt.
Die Abschnitte mir Roran fand ich dagegen gut. Mit Roran hat man super Einblicke in das Leben der Varden bekommen. Man hat viel mehr über diese Rebellen erfahren, wer sie sind und wie sie funktionieren. Da gab es gewisses Backgroundwissen. Obwohl man sicher manchmal über Rorans Heldentum nervt, weil es irgendwie ein wenig übertrieben erscheint.
Die Abschnitte über Saphira fand ich übrigens auch sehr toll. So hat man die Persönlichkeit von Saphira viel besser kennen gelernt.
(weitere Bewertungen im Spoiler, da sonst womöglich etwas über die Handlung herauskäme)
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Die Zwergenpolitik fand ich äusserst spannend. Auch die Wahl am Ende, wo Orik gewählt wurde. So sicher war ich mir persönlich nicht, dass Orik gewählt würde. Es hätte schliesslich der Geschichte noch etwas Spannung gegeben, wenn nicht Orik König wurde. Ich fand den ganzen Aufbau des politischen Systems der Zwerge äusserst durchdacht. Da muss man allen Lob dem Autor aussprechen, der hat sich da einiges überlegt. Auch wie die verschiedenen Schichten und Clans der Zwerge untereinander wirken.
Und das Kapitel wo dann Orik gewählt wurde, das war so viel Spannung, ich hätte fast das Buch zerrissen. Nach jeder abgegebenen Stimme musste ich kurz inne halten

Aber auch dort, wo es um die Aufklärung des Attentats auf Eragon geht. Das fand ich auch äusserst belustigend, wie Orik das Wort immer wieder zurückgibt. Vor allem wenn man sich da bewusst ist, wie heikel die Lage eigentlich ist. Einfach genial geschrieben.
Einzig schade empfand ich, dass der Sternensaphir wirklich repariert wurde. Es hätte wohl dem Charackter von Saphira gut getan, wenn sie mal einen heftigen Rückschlag erduldet. Saphira kommt im Buch etwas überheblich und hochnäsig rüber
Auch der Elfenpart fand ich gut, wenn auch etwas kurz. Aber die Spannung war vorhanden. Das Brom irgendwie enger mit Eragon verwandt ist, hatte ich auch geahnt, aber das Brom sein Vater ist ... nein. Was ich äusserst schad fand, ist der Abflug, bzw. das Eragon's Lehrer mitkommt. Es war ab da soooo klar, dass er sterben wird.
Die Schlacht am Ende war auch recht gut. Schön beschrieben und auch noch einen schönen Schluss dazugefügt mit ein wenig Hoffnung und Trauer zugleich.
(PS: Ich stimme der Kreuterhexe zu, der Name des Schwertes ist wirklich billig

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Gesamthaft würde ich wohl eine Note von 5.25 geben, während ich die Vorgänger als 5.5 in Erinnerung hätte. Aber irgendwann sollte man wohl auch alle Bücher an einem Stück lesen, dann liesse sich da auch besser vergleichen.
Grüssli

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