Im letzten Jahr (2008) wurden die Bücher von Dawn Cook übersetzt, welche ihren ersten Gehversuch in der Fantasy Welt unternommen hat. Ich nenne sie die verschiedenen Wahrheiten, denn es gibt 4 davon:
- Die erste Wahrheit
- Die geheime Wahrheit
- Die verlorene Wahrheit
- Die letzte Wahrheit
Ich bin soeben mit "Der ersten Wahrheit" fertig geworden und fand es ziemlich gut, weshalb ich gleich die anderen 3 Bücher reserviert habe, so dass ich sie heute abholen gehen kann.
Über den Inhalt an sich, will ich nicht all zu viel sagen, da man sonst schnell zu viel verratet. Es geht grundsätzlich um Alissa, ein Mädchen aus dem Bergland, welches von seiner Mutter zu einer "Feste" geschickt wird, zu welcher sie eigentlich zuerst gar nicht so recht hin will. Unterwegs trifft sie noch auf Strell, welcher auch nicht ganz freiwillig mit ihr geht. Die beiden sind davon überzeugt, wie es im ganzen Land der Fall ist, dass es keine Magie gibt. Doch die Zweifel lassen nicht lange auf sich warten.
Die ganze Geschichte baut sich dann sehr geheimnisvoll auf. Man hat verschiedene Vermutungen, welche sich aber meistens nicht wirklich direkt beantworten lassen.
Es ist ein auktoriales Erzählverhalten, wodurch man über alle Gedanken und Handlungen bescheid weiss und trotzdem hat die Autorin es geschafft, die wichtigen Dinge immer wieder ausgeklügelt zu verstecken. Der, welche über die Sache bescheid weiss, wird es in seinen Gedanken sicher nicht erklären und der, welcher es nicht weiss, kann es nicht wissen und nur raten. Ich bin persönlich eigentlich nicht so ein Fan von dieser Erzählart, aber ich muss sagen, dass ich bei diesem Buch eine Ausnahme mache. Es ist durchaus witzig, wenn man manchmal die gleiche Handlung in 3 Kapiteln jeweils durch eine andere Person wahrnimmt.
Bevor die Frage aufkommt, ob es denn überhaupt Drachen drin hat, will ich dies ... naja, nicht wirklich beantworten
Es gibt Bestien in dieser Welt. Wer allerdings jemals eine zu Gesicht bekam, konnte nicht mehr davon berichten. Was daran wahr ist und ob es diese Bestien tatsächlich gibt, dass will ich nicht verraten
Ich zitiere höchstens vielleicht noch die erste Seite:
"So etwas wie Magie gibt es nicht", protestierte er und zog seinen dünnen Umhang fester um sich, weil er in der Kälte fror.
"Das glauben alle."
"Und die einzige Möglichkeit, unser Überleben zu sichern", sagte eine dritte Stimme, "besteht darin, sie in diesem Glauben zu belassen."
Damit war die Unterhaltung beendet. Mit dem leisen Scharren einer Klaue und dem kräftigen Schlag einer ledrigen Schwinge war er wieder alleine.
Etwas muss ich allerdings noch anfügen, den einzigen Negativpunkt, der mir wirklich einfällt. Das Buch ist die Einführung zur Geschichte und versteht sich auch vollständig so. Die Characktere werden also sehr gut vorgestellt und man erfährt auch immer mehr über die Feste, wodurch sich das Buch manchmal ein wenig zieht. Im grossen und ganzen empfand ich es allerdings nicht wirklich als schlimm und oft war es halt mehr die unglaubliche Spannung, welche einem beinahe zerrissen hat, weil das Buch einfach noch nicht sofort mit der Wahrheit rausrücken wollte
Ich empfehle das Buch jedenfalls zu kaufen und bin sehr gespannt auf die nächsten 3 Bücher, über welche ich dann natürlich auch noch berichten werde.
Grüssli



