Dragobaert hatte sich, von der Magie der fernen Länder, angezogen gefühlt und in den Höhlen der Zauberberge eingenistet. Er entdeckte, dass die hier lebenden Zwerge die Magie beherrschten und sie sammelten. Gespeichert in den Tränen der Erde, wie die prächtigsten Edelsteine bei den Zwergen genannt werden, lagern sie dort in unvorstellbaren Mengen. Kaum jemand hielt es lange in der vor Magie wibrierenden Gegenwart der Kristalle aus, außer Drachen. Die Magischen Wesen wurden sogar von ihnen angezogen.
Dies erkannten die Zwerge und boten dem Drachen an, auf die Steine aufzupassen, und als gegenleistung, würden sie in einige Geheimnisse der Berge und Magie einweisen.
Der noch nicht benannte Drache stellte sich vor, doch einen Namen aus dem Reich der Drachen konnte Niemand, der kein Drache war aussprechen. So nannten sie ihn Dragobaert. In der alten Zwergensprache hieß Baer "Hüter" oder "Wächter" und Ert war der alte Begriff für heilige Schätze. Die Schatzwächter hießén seit Jahrhunderten Baeert, oder einfach baert. Der Name Drago-baert war schnell gefunden und so lebte er in den Höhlen der Zwerge im Herzen der Berge.
Von der Vorstellung geplagt der letzte seiner Art zu sein wurde dragobaert traurig und das wurde von seinen kleinen Freunden bemerkt und ihre alten Magier erzählten ihm vom "Geschützten Reich".
Von Neugier und Abenteuerlust (manchmal auch etwas Hunger
So kam Dragobaert, nach einem weitern Flug von unzähligen, in ein Land, dessen Magie ihn an seine alten Heimat nahe der Zwergenberge erinnerte. In einem Wald landete er und sog die, von dem Geruch der Bäume, schwer gewordene Luft genüsslich ein. Hier musste es sein. zu seiner rechten erhob sich ein imposanter Berg, dessen Spitze eine Herrliche Jagdstartstelle war, dessen war sich der blaue Drache sicher. Langsam schwenkte er den mächtigen Kopf von einer Seite zur anderen. Unter dem Blätterdach der alten Bäume warfen einzelnen durchdringende Lichtstrahlen ein fazettenreiches Licht auf den märchenhaften Waldboden. Von Moosen und Farnen überwuchert und von der hereinbrechenden Dämmerung noch tiefer wirkend blinkten die Tautropfen auf den knotigen Wurze...
Ein schmetternder Hornstoss ertönte aus der Richtung des Berges. Der Drache spürte die Gegenwart eines Menschen. Es war unverkennbar; Ein bischen Naivität, Unsicherheit und Selbstzweifel gemischt mit dem Geruch von Adrinalin und dem leise scheppernde Geräusch einer Rüstung sowie den Hufschlägen eines Pferdes...
Ein Ritter war im Anmarsch, da bestand kein Zweifel. Dann wollen wir mal sehen, weshalb er meint so einen Tertz veranstalten zu müssen ... dachte sich der blaue Drache und ging eine Stück von dem Trampelpfad herab, auf dem er stand. Seine schwarz/weißen Streifen und die dunkelblaue Schuppenfarben brachen dumpf das Licht, als sich der Drache lautlos positionierte.
Nun fing der Störenfried auch noch an zu krackelen ... Hier sind bestimmt keine anderen Drachen, hier hat man mit Sicherheit nie seine Ruhe... "Alarm !!!" die Stimme des Ritters war zittrig und schrill, fast ängstlich "Alarm ! Sie hat sich erhoben! Bürger von Felmar! Die Silberne fliegt! Gebt acht ihr Kinder des ... " mit diesen Worten nahm er erstaunlich schnell die letzte Hürde in Form eines Busches, bevor er dem blauen gegenüber stand und aus gestrecktem Gallop an den Zügeln riß. Im hohen Bogen flog er über den Rücken seines Pferdes und kam hart auf dem Boden des Waldes auf. Da hat er ja Glück, dass er sich auf seinem Pferd als Konserve verkleidet hat...sonst wäre vielleicht noch was passiert...
Das von Grasbüscheln verstopfte Viesier hochgeklappt starrten völlig verblüffte Augen auf Dragobaert. " ... Beim allmächtigen ..." waren die einzigen Worte die der sichtlich entstezte Gepanzerte hervor brachte, bevor er sich umdrehte und hinter seinem Pferd herlief, dass schon längst vor dem Drachen das Weite gesucht hatte. ... ? ... :? Leute gibt's
Mit etwas ins Schwanken geratenem Enthosiasmus stapfte der Drache, die großen Klauen sachte aufsetzend, um schön leise zu sein, in den Wald. Hier und ein andere Drache, wer glaubt den sow...
" Noch ein Drache in unserem Land! Ein weiterer Geflügelter! Oheim der Berge! Die Silberne Drachin hat Gesellschaft ... "
Wie von Blitz getroffen stand Dragobaert zur Salzsäule erstarrt im Wald :shock:
Ein Lächlen umspielte seinen Mund und gab kurz den Blick auf die Fänge des Drachen frei. Für einen Augenblick zog sich die linke Braue Dragobaerts in die Höhe und er setzte seinen Weg mit neuer Zuversicht fort. Mal sehen, was mich hier erwartet ...

