[Boden Ebene] Die Weberei
Verfasst: Mo 23 Jan, 2012 17:35
[kommen vom Speisesaal ]
Harad zog Daria inzwischen nicht mehr hinter sich her, sondern stiefelte direkt in die Höhle hinein, in der die Weberei eingerichtet wurde. Daria folgte ihm hastig, musste dabei aber sehr aufpassen, um nicht über die herumliegenden Kisten, Tuchballen und Stoffrollen zu stolpern. Er verschwand in den Raum links des Hauptraumes und deutete auf den Tisch. Dann drehte er sich zu seiner Frau um.
"Schau dir an, was deine Tochter da schon wieder anschleift. Jetzt sind wir noch nicht mal einen Tag da und schon wieder drei Viecher mehr. Ich dreh hier noch durch!"
"Jetzt reg dich doch nicht so auf", meinte seine Frau Gitta besonnen,"die sind doch nur so klein. Und ausnahmsweise auch mal wirklich putzig." Wahrscheinlich machte sie damit eine Andeutung auf den zahmen Wherrie, den Daria früher einmal gehabt hatte und aus unerklärlichen Gründen immer versucht hat, sich bei ihren Eltern beliebt zu machen.
"Ja glaubst du etwa die bleiben so klein??", brüllte er fast zurück. "Meiner Meinung nach sollten wir sie gleich loswerden..."
Daria sprang hoch. Ihre Feuerechsen versuchten sich in ihren Haaren zu verstecken. "Das kannst du nicht machen!" entrüstete sie sich. "Das geht nicht!"
"Und wie ich das machen kann!" Dabei schnappte er sich die blaue Feuerechse. Blizzard schrie und wand sich in voller Panik, versuchte irgendwie wieder freizukommen. Daria griff mit beiden Händen nach der Hand ihres Vaters und versuchte verzweifelt, ihm die Echse wieder abzunehmen.
"Bitte tu ihm nichts", flehte sie ihren Vater an, "ich tu alles was du willst, aber bitte tu den Echsen nichts!"
"Jetzt übertreibst du aber wirklich", schaltete sich nun auch seine Frau ein.
Harad knurrte und ließ Blizzard einfach unbehelligt los und auf den Boden fallen. "Nimm bloß deine Viecher weg. Wenn ich die nochmal in meinem Raum sehe, dann...!"
Dabei machte er eine unmissverständliche Geste, indem er mit zwei Fingern einmal quer über seinen Hals zog.
"Und jetzt raus hier!"
Daria schnappte sich Blizzard und zog sich hastig aus dem Raum ihrer Eltern zurück. Das war wirklich knapp gewesen! Dann machte sie sich in ihr eigenes Zimmer auf. Mehr so ne Art Kämmerlein, wenn man es genau betrachtete. Wie erwartet erstmal der kleinste Raum von allen und durch eine einzelne Stufe von der Weberei getrennt.
Die ganze Einrichtung bestand aus einem Strohbett an der linken und einem kleinen Tisch mit einem Leuchtkorb drauf an der rechten Wand. Dazwischen stand eine Truhe in der sie ihre Sachen aufbewahren konnte. Der Raum war über einen Vorhang vom großen Hauptraum getrennt. Daria ließ sich aufs Bett fallen, stellte dabei fest, dass die Wand hinter ihr angenehm warm war, weil sie die Rückseite des Kamins aus dem Raum ihrer Eltern bildete.
Dann versuchte sie, den zitternden Blizzard wieder zu beruhigen. Die Grünen scharrten sich zirpend ebenfalls um ihren Bruder. Ist ja gut, begann Daria vorsichtig. Der Blaue flitzte zu seinen Schwestern hinüber und ließ sich von ihnen trösten. Wenigstens war ihm nichts ernstes passiert.
Daria streichelte ihre Katze, die sich wie schon tausende Male vorher tröstend an sie schmiegte. "Was hab ich nur angerichtet..." hauchte sie ehe sie in Tränen ausbrach. Die Feuerechsen kamen zurück und versuchten ebenfalls, ihr Mädchen zu trösten.
Irgendwann beruhigte sich Daria wieder. Sie ging in den Hauptraum, suchte sich die Kiste in der ihre Sachen waren und begann damit, sie in die Truhe in ihrem Raum zu füllen. Die Echsen sahen von ihrer Schulter aus interessiert zu, was da so alles zum Vorschein kam. Unvermittelt ließ ihre Besitzerin den Deckel zufallen. "So fertig", meinte sie grimmig. Dann verschwand sie erneut in den Hauptraum, sammelte alle möglichen Stoffreste zusammen und polsterte damit ihr Bett auf. Es hatte auch Vorteile in einer Weberei zu wohnen. Schließlich machte sie sich daran, einen Schlafplatz für ihre Tiere zu basteln.
Sie schnappte sich zwei alte Stücke Tuch, nähte geschickt je drei Seiten zusammen, füllte den Innenraum mit Stroh und Wollresten, nähte die letzte Seite zusammen und fertig war das Kissen. Stolz begutachtete Daria ihr Werk. Harad würde bei seinem Anblick bestimmt ausflippen. All die schlampigen Nähte und und und... Daria schüttelte den Kopf. Das Kissen war zweckmäßig genug, und für Maßarbeiten fehlte es ihr an Geduld und Können. Sie legte es neben zwischen Bett und Truhe, an eine Stelle die einigermaßen warm war.
Sogleich stürmten die Feuerechsen auf das neue Objekt los, um es genau zu untersuchen. Die hellgrüne zog an einem abstehenden Faden. "Keine gute Idee, Nessie", gab Daria als Kommentar zurück. Während sie gezeichnet hatte, waren ihr ein paar Namen für die Zwei in den Sinn gekommen. "Und Achit, du beißt bitte keine Löcher in den Stoff." Damit meinte sie die dunkelgrüne Echse. Die beiden sahen sie einen Moment verdutzt an, hörten dann aber auf, das Kissen zu zerstören. Zusammen mit Blizzard rollten sie sich bequem darauf zusammen und waren Augenblicke später bereits fest eingeschlafen.
Daria merkte erst jetzt, wie müde sie selbst war. Da sie es jetzt sowieso nicht mehr wagen wollte, nochmal raus zu gehen, kroch sie unter die Bettdecke und versuchte erbenfalls etwas zu schlafen. Saphir war eigentlich gar nicht müde, aber weil sie das schon von früher kannte, rollte sie sich bei den Füßen ihrer Besitzerin zusammen und wartete geduldig, bis sie fest eingeschlafen war. Inzwischen war es draußen dunkel geworden. Die Katze beschloss, noch ein wenig auf Erkundungstour zu gehen, verschwand leise und vorsichtig nach draußen, um niemanden aufzuwecken.
Am nächsten Morgen schlief Daria lange, und sie hätte wohl noch sehr viel länger geschlafen, wenn nicht drei hungrige Feuerechsen verzweifelt versuchten sie aufzuwecken. Knurrend drehte sich Daria auf die andere Seite. Die Echsen änderten ihre Taktik. Statt einfach nur mit wildem Geschrei zu nerven, gingen sie nun zum direkten Angriff über. Nessie biss schließlich herzhaft in Darias Ohr. Dessen Besitzerin wuchtete sich hoch und wurde sofort von dem hungrigen Schwärmchen belagert. Daria rieb sich ihr schmerzendes Ohr und lugte vorsichtig durch den Vorhang in den Hauptraum.
Dort saß ihr Vater und werkelte an irgend einem Kleidungsstück herum. Wenn Harad mit Arbeit abgelenkt war, war er meist etwas umgänglicher als normal. Noch bevor sich Daria aus dem Staub machen konnte, wurde sie von ihrer Mutter Gitta wieder in ihr Zimmer geschoben.
"Morgen, Schlafmütze!", lautete die Begrüßung. "Ich hab dir noch ein bisschen was zum Frühstück mitgebracht. So wie ich dich kenne, bleibst du eh nicht lange daheim." Gitta reichte ihr eine Schüssel mit Eintopf und drückte ihr noch eine zweite Schale mit Fleisch in die Hand. "Für deine Tiere", erklärte sie. "Harad hat sich da gestern ziemlich aufgespielt. Er hat es zwa bestimmt nicht so gemeint, aber es wäre vermutlich besser, wenn du die nächste Zeit keine neuen Haustiere mitbringst."
Daria stellte die Schale zu den Echsen hinunter. Dabei wurde sie ihr fast aus der Hand gerissen, weil die beiden Grünen aus lauter Verzweiflung hineingehüpft waren. Jetzt schoben sie sich gegenseitig unter lautem Gezeter vom Futter weg. Schließlich wurde es Achit zu bunt und sie sprang ihrer Schwester auf den Rücken. Die ließ sich das aber nicht so einfach gefallen. Am Ende rollte ein kleines grünes Knäul, bestehend aus den zwei lärmenden Feuerechsen, durch den Raum. Blizzard nutzte seine Chance und bediente sich an dem Futter. Die zwei Menschen betrachteten strinrunzelnd die Szene. "Ich lass euch jetzt mal wieder allein...", sagte Gitta und verschwand wieder nach draußen.
Inzwischen hatte Nessie aufgegeben und Achit stillte zufrieden ihren Hunger an dem Futter. Nach dem sie die ersten Bissen hinunter hatte, schien ihr ihre Schwester leid zu tun. Mit einem aufmunternden Zirpen lud sie sie nun ebenfalls an die Schüssel ein. Saphir ließ das ganze Gestreite eher kalt. Sie hatte auf ihrem nächtlichen Streifzug bereits genug erbeutet und keinen Nerv, sich jetzt da unten einzumischen. Gelangweilt machte sie es sich auf dem Tisch bequem und brachte ihr Fell in Ordnung.
Schließlich hatten alle ihr Mahl beendet. Die Feuerechsen ließen sich auf der weste ihrer Besitzerin nieder, wärend diese sich auf den Weg nach draußen begab. Die Katze tapste hinterher. Mit Frauchen was anzustellen war ja so viel interessanter.
Kurz vor dem Ausgang wurde Daria vom Räuspern ihres Vaters unterbrochen. Er deutete auf einige Stoffrollen neben der Wand. Dann folgte eine grobe Wegbeschreibung und im Befehlston ein "...räum das ja ordentlich auf!..."
Daria verdrehte die Augen. Jetzt sollte sie das Zeug doch tatsächlich durch den halben Weyr transportieren, nur um es dann ganz unten in irgend einem Lagerraum einstauben zu lassen. Doch dann entdeckte sie auf dem dunklen Stoff die ersten weißen Katzenhaare und wagte es dann doch nicht, zu widersprechen.
Sie lud sich die Stoffe auf, trat nach draußen und machte sich auf den Weg zu den Lagerräumen.
[geht in die Lagerräume ]
Harad zog Daria inzwischen nicht mehr hinter sich her, sondern stiefelte direkt in die Höhle hinein, in der die Weberei eingerichtet wurde. Daria folgte ihm hastig, musste dabei aber sehr aufpassen, um nicht über die herumliegenden Kisten, Tuchballen und Stoffrollen zu stolpern. Er verschwand in den Raum links des Hauptraumes und deutete auf den Tisch. Dann drehte er sich zu seiner Frau um.
"Schau dir an, was deine Tochter da schon wieder anschleift. Jetzt sind wir noch nicht mal einen Tag da und schon wieder drei Viecher mehr. Ich dreh hier noch durch!"
"Jetzt reg dich doch nicht so auf", meinte seine Frau Gitta besonnen,"die sind doch nur so klein. Und ausnahmsweise auch mal wirklich putzig." Wahrscheinlich machte sie damit eine Andeutung auf den zahmen Wherrie, den Daria früher einmal gehabt hatte und aus unerklärlichen Gründen immer versucht hat, sich bei ihren Eltern beliebt zu machen.
"Ja glaubst du etwa die bleiben so klein??", brüllte er fast zurück. "Meiner Meinung nach sollten wir sie gleich loswerden..."
Daria sprang hoch. Ihre Feuerechsen versuchten sich in ihren Haaren zu verstecken. "Das kannst du nicht machen!" entrüstete sie sich. "Das geht nicht!"
"Und wie ich das machen kann!" Dabei schnappte er sich die blaue Feuerechse. Blizzard schrie und wand sich in voller Panik, versuchte irgendwie wieder freizukommen. Daria griff mit beiden Händen nach der Hand ihres Vaters und versuchte verzweifelt, ihm die Echse wieder abzunehmen.
"Bitte tu ihm nichts", flehte sie ihren Vater an, "ich tu alles was du willst, aber bitte tu den Echsen nichts!"
"Jetzt übertreibst du aber wirklich", schaltete sich nun auch seine Frau ein.
Harad knurrte und ließ Blizzard einfach unbehelligt los und auf den Boden fallen. "Nimm bloß deine Viecher weg. Wenn ich die nochmal in meinem Raum sehe, dann...!"
Dabei machte er eine unmissverständliche Geste, indem er mit zwei Fingern einmal quer über seinen Hals zog.
"Und jetzt raus hier!"
Daria schnappte sich Blizzard und zog sich hastig aus dem Raum ihrer Eltern zurück. Das war wirklich knapp gewesen! Dann machte sie sich in ihr eigenes Zimmer auf. Mehr so ne Art Kämmerlein, wenn man es genau betrachtete. Wie erwartet erstmal der kleinste Raum von allen und durch eine einzelne Stufe von der Weberei getrennt.
Die ganze Einrichtung bestand aus einem Strohbett an der linken und einem kleinen Tisch mit einem Leuchtkorb drauf an der rechten Wand. Dazwischen stand eine Truhe in der sie ihre Sachen aufbewahren konnte. Der Raum war über einen Vorhang vom großen Hauptraum getrennt. Daria ließ sich aufs Bett fallen, stellte dabei fest, dass die Wand hinter ihr angenehm warm war, weil sie die Rückseite des Kamins aus dem Raum ihrer Eltern bildete.
Dann versuchte sie, den zitternden Blizzard wieder zu beruhigen. Die Grünen scharrten sich zirpend ebenfalls um ihren Bruder. Ist ja gut, begann Daria vorsichtig. Der Blaue flitzte zu seinen Schwestern hinüber und ließ sich von ihnen trösten. Wenigstens war ihm nichts ernstes passiert.
Daria streichelte ihre Katze, die sich wie schon tausende Male vorher tröstend an sie schmiegte. "Was hab ich nur angerichtet..." hauchte sie ehe sie in Tränen ausbrach. Die Feuerechsen kamen zurück und versuchten ebenfalls, ihr Mädchen zu trösten.
Irgendwann beruhigte sich Daria wieder. Sie ging in den Hauptraum, suchte sich die Kiste in der ihre Sachen waren und begann damit, sie in die Truhe in ihrem Raum zu füllen. Die Echsen sahen von ihrer Schulter aus interessiert zu, was da so alles zum Vorschein kam. Unvermittelt ließ ihre Besitzerin den Deckel zufallen. "So fertig", meinte sie grimmig. Dann verschwand sie erneut in den Hauptraum, sammelte alle möglichen Stoffreste zusammen und polsterte damit ihr Bett auf. Es hatte auch Vorteile in einer Weberei zu wohnen. Schließlich machte sie sich daran, einen Schlafplatz für ihre Tiere zu basteln.
Sie schnappte sich zwei alte Stücke Tuch, nähte geschickt je drei Seiten zusammen, füllte den Innenraum mit Stroh und Wollresten, nähte die letzte Seite zusammen und fertig war das Kissen. Stolz begutachtete Daria ihr Werk. Harad würde bei seinem Anblick bestimmt ausflippen. All die schlampigen Nähte und und und... Daria schüttelte den Kopf. Das Kissen war zweckmäßig genug, und für Maßarbeiten fehlte es ihr an Geduld und Können. Sie legte es neben zwischen Bett und Truhe, an eine Stelle die einigermaßen warm war.
Sogleich stürmten die Feuerechsen auf das neue Objekt los, um es genau zu untersuchen. Die hellgrüne zog an einem abstehenden Faden. "Keine gute Idee, Nessie", gab Daria als Kommentar zurück. Während sie gezeichnet hatte, waren ihr ein paar Namen für die Zwei in den Sinn gekommen. "Und Achit, du beißt bitte keine Löcher in den Stoff." Damit meinte sie die dunkelgrüne Echse. Die beiden sahen sie einen Moment verdutzt an, hörten dann aber auf, das Kissen zu zerstören. Zusammen mit Blizzard rollten sie sich bequem darauf zusammen und waren Augenblicke später bereits fest eingeschlafen.
Daria merkte erst jetzt, wie müde sie selbst war. Da sie es jetzt sowieso nicht mehr wagen wollte, nochmal raus zu gehen, kroch sie unter die Bettdecke und versuchte erbenfalls etwas zu schlafen. Saphir war eigentlich gar nicht müde, aber weil sie das schon von früher kannte, rollte sie sich bei den Füßen ihrer Besitzerin zusammen und wartete geduldig, bis sie fest eingeschlafen war. Inzwischen war es draußen dunkel geworden. Die Katze beschloss, noch ein wenig auf Erkundungstour zu gehen, verschwand leise und vorsichtig nach draußen, um niemanden aufzuwecken.
Am nächsten Morgen schlief Daria lange, und sie hätte wohl noch sehr viel länger geschlafen, wenn nicht drei hungrige Feuerechsen verzweifelt versuchten sie aufzuwecken. Knurrend drehte sich Daria auf die andere Seite. Die Echsen änderten ihre Taktik. Statt einfach nur mit wildem Geschrei zu nerven, gingen sie nun zum direkten Angriff über. Nessie biss schließlich herzhaft in Darias Ohr. Dessen Besitzerin wuchtete sich hoch und wurde sofort von dem hungrigen Schwärmchen belagert. Daria rieb sich ihr schmerzendes Ohr und lugte vorsichtig durch den Vorhang in den Hauptraum.
Dort saß ihr Vater und werkelte an irgend einem Kleidungsstück herum. Wenn Harad mit Arbeit abgelenkt war, war er meist etwas umgänglicher als normal. Noch bevor sich Daria aus dem Staub machen konnte, wurde sie von ihrer Mutter Gitta wieder in ihr Zimmer geschoben.
"Morgen, Schlafmütze!", lautete die Begrüßung. "Ich hab dir noch ein bisschen was zum Frühstück mitgebracht. So wie ich dich kenne, bleibst du eh nicht lange daheim." Gitta reichte ihr eine Schüssel mit Eintopf und drückte ihr noch eine zweite Schale mit Fleisch in die Hand. "Für deine Tiere", erklärte sie. "Harad hat sich da gestern ziemlich aufgespielt. Er hat es zwa bestimmt nicht so gemeint, aber es wäre vermutlich besser, wenn du die nächste Zeit keine neuen Haustiere mitbringst."
Daria stellte die Schale zu den Echsen hinunter. Dabei wurde sie ihr fast aus der Hand gerissen, weil die beiden Grünen aus lauter Verzweiflung hineingehüpft waren. Jetzt schoben sie sich gegenseitig unter lautem Gezeter vom Futter weg. Schließlich wurde es Achit zu bunt und sie sprang ihrer Schwester auf den Rücken. Die ließ sich das aber nicht so einfach gefallen. Am Ende rollte ein kleines grünes Knäul, bestehend aus den zwei lärmenden Feuerechsen, durch den Raum. Blizzard nutzte seine Chance und bediente sich an dem Futter. Die zwei Menschen betrachteten strinrunzelnd die Szene. "Ich lass euch jetzt mal wieder allein...", sagte Gitta und verschwand wieder nach draußen.
Inzwischen hatte Nessie aufgegeben und Achit stillte zufrieden ihren Hunger an dem Futter. Nach dem sie die ersten Bissen hinunter hatte, schien ihr ihre Schwester leid zu tun. Mit einem aufmunternden Zirpen lud sie sie nun ebenfalls an die Schüssel ein. Saphir ließ das ganze Gestreite eher kalt. Sie hatte auf ihrem nächtlichen Streifzug bereits genug erbeutet und keinen Nerv, sich jetzt da unten einzumischen. Gelangweilt machte sie es sich auf dem Tisch bequem und brachte ihr Fell in Ordnung.
Schließlich hatten alle ihr Mahl beendet. Die Feuerechsen ließen sich auf der weste ihrer Besitzerin nieder, wärend diese sich auf den Weg nach draußen begab. Die Katze tapste hinterher. Mit Frauchen was anzustellen war ja so viel interessanter.
Kurz vor dem Ausgang wurde Daria vom Räuspern ihres Vaters unterbrochen. Er deutete auf einige Stoffrollen neben der Wand. Dann folgte eine grobe Wegbeschreibung und im Befehlston ein "...räum das ja ordentlich auf!..."
Daria verdrehte die Augen. Jetzt sollte sie das Zeug doch tatsächlich durch den halben Weyr transportieren, nur um es dann ganz unten in irgend einem Lagerraum einstauben zu lassen. Doch dann entdeckte sie auf dem dunklen Stoff die ersten weißen Katzenhaare und wagte es dann doch nicht, zu widersprechen.
Sie lud sich die Stoffe auf, trat nach draußen und machte sich auf den Weg zu den Lagerräumen.
[geht in die Lagerräume ]