Das Drachentor

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Tilondrion
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Das Drachentor

#1 Beitragvon Tilondrion » Di 12 Aug, 2008 15:04

Auf Leus speziellen Wunsch hin stelle ich auch mal eine Geschichte hier rein, die ich vor einigen Jahren mal geschrieben habe. Falls ich einmal Zeit habe werde ich vielleicht auch noch einmal eine ganz neue Geschichte anfangen.

Das Drachentor

Als Gabriel von der Schule nach Hause kam, spürte er schon die Stimmung die er zu Hause vorfinden würde, als er durch die Haustüre getreten war. Er sah seine Eltern in der Stube auf dem Sofa sitzen und wild mit den Händen gestikulieren. Verstehen konnte er nichts da die Glastüre noch dazwischen war und die Eltern sehr schnell redeten. Seine Eltern hatten wieder einmal eine Meinungsverschiedenheit. Dies ging nun schon fünf Jahre so. Immer wieder stritten sich die Erwachsenen um etwas. Gabriel konnte das einfach nicht verstehen. In solchen Situationen ging er in sein Zimmer und las ein gutes Buch oder hörte ein bisschen Musik, um sich nicht auch noch in den Streit hineinziehen zu lassen. Doch dieses Mal funktionierte dieser Trick nicht. Kaum wollte er die Treppe hochgehen als auch schon seine Mutter mit einem sehr ernsten Gesichtsausdruck aus der Stube kam und sagte: „Gabriel, ich und dein Vater müssen dringend mit Dir reden“. Gabriel spürte wie ihm das Herz in die Hosen sank. In diesem Streit war es wohl um Ihn gegangen und nicht um irgendeine blöde Erwachsenengelegenheit.
Widerwillig stapft er hinter seiner Mutter her. Als er seinen Vater sah wusste er dass es sehr ernst war. Der Vater sass ganz eingesunken im Sofa. Als er sich dazugesetzt hatte begann die Mutter zu reden. „Gabriel so kann das nicht weitergehen…“ Oje, dieser Satz bedeutete nichts gutes, das letzte Mal hatte es einen heftigen Streit gegeben, nachdem sie dies gesagt hatte. Die Mutter fuhr fort, „Wir können nicht mehr zusehen wie du immer nach dem Essen in dein Zimmer verschwindest und deine Fantasy-Bücher liest und dann bis tief in die Nacht ganz in einer anderen Welt versunken bist. Das würde uns ja nicht besonders stören wenn nicht die Schulnoten massiv darunter leiden würden. Dein Lehrer hat vorhin angerufen und gesagt dass du dieses Jahr die erste Sekundarschule wiederholen müsstest da deine Noten so schlecht seien. Ein Abstieg in die Realschule kommt für uns nicht in Frage da der Lehrer auch gesagt hat dass du es eigentlich schon Potential hättest, würdest du in der Schule nicht so viel träumen.“ „Aber das ist mein Hobby!“ sagte Gabriel zu seiner Verteidigung. „Wir wollen ja auch gar nicht dass du nicht mehr liest, aber die Schule darf nicht darunter leiden. Deshalb wollen wir dass du zuerst eine Stunde für die Schule arbeitest und erst dann darfst du dem Hobby nachgehen. Und wir wollen auch dass du ab heute mehr schläfst damit du fit bist wenn du in die Schule musst. Deshalb werden wir ab sofort die Nachtruhe auf 22 Uhr festlegen und dich falls es nicht bessert auch kontrollieren. Dies ist mein letztes Wort!“
Niedergeschlagen schlurfe Gabriel die Treppe hinauf. Er wusste dass die Eltern die Kontrollen durchziehen würden wenn es nicht klappte. Er musste sich dringend etwas einfallen lassen womit er die Zeit besser nutzen am besten sogar strecken könnte. Leider wäre dies ein Ding der Unmöglichkeit dachte er.
Diese Nacht konnte Gabriel nicht richtig schlafen. Immer wieder träumte er von einem Tor welches in einen Felsen eingemeisselt war. Das interessante an dem Tor war, dass es eigentlich nur aus einem Torbogen bestand. Hinter dem Torbogen war massiver Fels. Im Traum hörte er wie eine Stimme sprach:

Mache das Unmögliche möglich indem du dich hineindenkst.
Wenn du durch das Tor gegangen bist wird dein ICH nachkommen.

Als er am morgen aufwachte konnte er sich den Spruch auswendig vorsagen. Aber er gab keinen Sinn. In was sollte er sich denn hineindenken? Und was ist damit gemeint wenn du durch das Tor gehst wird dein ICH nachkommen? Er ging ins Bad und während er unter der Dusche stand, zerbrach er sich immer noch den Kopf darüber was dass wohl heissen könnte. Als er in die Küche hinunter kam, sassen seine Eltern bereits am Frühstück. Er sagt ein kurzes „guten Morgen“ ging zum Kühlschrank und holte sich sein Lieblingsjoghurt. Dann ging er zum Küchenschrank und holte sich ein schönes Schüsselchen voll mit Cornflakes über welches er dann das ganze Joghurt gab. Schweigend assen sie das Frühstück. Bis der Vater die Stille brach und Gabriel fragte ob er vielleicht nach der Schule zu ihm ins Büro kommen wollte er habe noch etwas mit ihm zu besprechen. Gabriel willigte ein und sie verabredeten sich nach der Schule auf dem Pausenhof wo sein Vater ihn mit dem Auto abholen kommen würde. Als sie gegessen hatten räumte die Mutter das Geschirr ab und drückte Gabriel sein tägliches Pausenbrot in die Hand. Gabriel bedankte sich und ging aus dem Haus. Auf dem Schulweg studierte er immer noch den Worten in seinem Traum nach. Plötzlich hörte er ein Quietschen und er fuhr erschrocken herum. Ein Auto war kurz vor ihm zum stehen gekommen und der Fahrer fluchte nun aus dem Autofenster, er solle besser aufpassen wenn er über die Strasse gehe. Gabriel entschuldigte sich und ging schnell von der Fahrbahn weg. Das kommt davon wenn man auf dem Schulweg träumt! Tadelte er sich selbst. Da habe ich aber nochmals Glück gehabt dass der Fahrer rechtzeitig bremsen konnte. In der Schule verlief auch heute wieder alles so wie in den vergangenen Tagen. Obwohl sich Gabriel vorgenommen hatte nicht mehr so viel zu träumen, studierte er doch die ganze Zeit den Worten nach und versuchte sie zu deuten. Bis ihn der Lehrer aus seinen Tagträumen riss und sagte er solle nach der Lektion noch bei ihm im Schulzimmer bleiben. Als alle gegangen waren, sagte der Lehrer er wisse nicht warum Gabriel die ganze Zeit in den Lektionen träume, deshalb wolle er wissen ob Gabriel vielleicht ein persönliches Problem habe. Gabriel antwortete, er habe kein Problem er lese eben nur sehr gerne bis tief in die Nacht deshalb träume er manchmal in der Schule. Er habe dies allerdings schon mit seinen Eltern besprochen und er würde nun etwas unternehmen um dies zu ändern. Damit war das Gespräch beendet und Gabriel rannte aus dem Schulzimmer, da sein Vater sicher schon auf dem Schulhof wartete und sich fragte wo er wohl abgeblieben war. Als er aus dem Schulhaus kam stand sein Vater auch schon da. Er sagte dass er gerade hatte gehen wollen, weil er gedacht habe Gabriel habe vergessen dass sie noch etwas besprechen wollten.
Sie fuhren in ein schönes Kaffee und setzten sich in eine Ecke, in welcher sie nicht gerade von allen Leuten beobachtet wurden. „Nun?“ fragte Gabriel „Über was wolltest du reden?“ „Tja“ begann sein Vater „ Ich wollte mit Dir über die letzte Nacht reden. Du hast die ganze Nacht im schlaf geredet immer dieselben Worte. Immer: Mache das Unmögliche möglich indem du dich hineindenkst. Wenn du durch das Tor gegangen bist wird dein ICH nachkommen.
Was haben diese Worte zu bedeuten? „ Ach das… das war doch nur ein Traum Papa,“ sagte Gabriel. „Ich habe eben schlecht geträumt so was kommt schon mal vor“. „Ja schlecht träumt jeder mal, aber du hast noch nie im Schlaf geredet. Willst du mir vielleicht etwas sagen?“ „Nein antwortete Gabriel. Ich habe nur schlecht geträumt“. „Okay dann ist ja alles in Ordnung. Wie wäre es wenn wir noch schnell ein Eis kaufen gehen bevor wir nach Hause fahren? Ich habe gerade so Appetit darauf.“ „Auja,“ sagte Gabriel.
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#2 Beitragvon Leundra » Di 12 Aug, 2008 20:01

Yay! Hab ich dich doch überreden können ^^
Freut mich das dus hochgeladen hast, nur dachte ich du hättest schon einen wesentlich größeren Teil geschrieben, oder ist das erst der Anfang?

Blöd das ich jetzt schon weiß was es mit dem Traum auf sich hat aber der Anfang ist doch schon mal gut getan, nur das Gabriel eigentlich gar nicht beschrieben wird.
Bild Grüßle Leu

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#3 Beitragvon Tilondrion » Di 12 Aug, 2008 20:07

Das ist gerade mal etwa ein 6tel von dem was ich bisher geschrieben habe. ;)
:wati:
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